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AMSTETTEN. Das Zentrum der Stadtgemeinde soll erneuert werden. Erste Pläne werden heuer im Juni präsentiert. Ab Herbst 2022 starten die Baggerarbeiten am Hauptplatz.

(v.l.) VP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Gastronom Werner Seifert, VP-Bürgermeister Christian Haberhauer, CCA-Centerleiter Hannes Grubner und Georg Trimmel, Geschäftsführer Stadtmarketing Amstetten Foto: mai

Hauptplatz, Rathausstraße, Wiener Straße – auf diesen innerstädtischen Bereichen liegt der Fokus der Neugestaltung. Gespräche mit Eigentümern der wichtigsten Immobilien sowie mit Gewerbetreibenden im Zentrum habe man laut Bürgermeister Christian Haberhauer bereits geführt – man wolle ja nicht „an den Unternehmern vorbeientwickeln“.

Masterplan Mitte Juni

Präsentiert werden sollen die Pläne für das neue Zentrum erstmals am 17. Juni via „Masterplan“, der Architekten und Städteplanern als Grundlage dienen soll. Der Plan beinhaltet laut Vizebürgermeister Markus Brandstetter die Ergebnisse der Prozesse aus den Vorjahren sowie die der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Stadterneuerung.

EU-weiter Wettbewerb

Auf die Präsentation des Planes folgt ein EU-weiter Wettbewerb, der sich an Architekten und Städteplaner richtet und bis Ende des Jahres läuft. Dann wird eine Jury den Sieger küren. „Ziel ist, die Frequenz und die Aufenthaltsqualität im Zentrum zu steigern“, so Haberhauer. Die Kosten für die Neugestaltung würden im einstelligen Millionenbereich liegen.

Keine autofreie Innenstadt

Zentrales Thema wird der Verkehr sein. „Wir wollen hier Mobilitätslösungen abseits des Autos stärken, auf fußläufige Verbindungen aufmerksam machen und das Radwegenetz ausbauen. Es gibt jedoch keine Bevorzugung einer Verkehrsgruppe“, so Vizebürgermeister Brandstetter. Eine aktuelle Studie zeige jedenfalls, dass eine autofreie Innenstadt in Amstetten nicht möglich sein werde. „Die Erreichbarkeit mit dem Auto ist wesentlich“, erklärt Georg Trimmel, Geschäftsführer des Stadtmarketings Amstetten.

Standort-Analyse

Die Beratungsgesellschaft „Standort + Markt“ hat 2020/21 40 Städte untersucht – darunter auch Amstetten mit Wiener Straße, Bahnhofsstraße, Rathausstraße, dem Hauptplatz und dem CCA. Das Ergebnis: Auf einer Länge von 2200 Straßenmetern hat Amstetten eine Verkaufsfläche von 51.800 Quadratmetern, was 2,18 Quadratmetern pro Einwohner entspricht. „Das ist ein Top-Wert“, so Trimmel. Auch mit 199 Quadratmetern durchschnittlicher Shopfläche liege man vorne. Die Leerstandsquote betrage 7,3 Prozent – auch das ein „realtiv guter Wert“. 

CCA als „Frequenzbringer“

„Wir haben aber einen Mangel an einzigartigen inhabergeführten Geschäften. Auch junge, innovative Gastro-Konzepte müssen wir verstärkt fördern“, so Trimmel, der auch die Rolle des City Centers anspricht: „Das CCA ist ein extremer Frequenzbringer. Die Verbindung über die Rathausstraße zum Hauptplatz könnte aber noch verbessert werden“.

Amstetten wird sich schneller von Corona-Krise erholen

Positive Nachricht zum Schluss: durch ihren Nahversorgungs-Charakter werde sich die Stadt schneller von der Corona-Krise erholen als andere.


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