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BEZIRK. Auf den Dächern der Kläranlage wird eine neue, großflächige Photovoltaikanlage errichtet. Die Auftragsvergabe wurde bei der Verbandsversammlung des Gemeindeabwasserverbandes (GAV) beschlossen.

GGR Regina Zahler (Gemeinde Euratsfeld), Bürgermeister Franz Zehethofer (Gemeinde Viehdorf, Bürgermeisterin Sabine Dorner (Gemeinde Winklarn), Bürgermeister DI Fritz Hinterleitner (Gemeinde Biberbach), Bürgermeisterin Juliana Günther (Marktgemeinde Kematen/Ybbs), Vizebürgermeister Mag. Gerhard Riegler, GAV-Geschäftsführer DI Günter Zeilinger, Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Bürgermeister Christian Haberhauer, Stadtrat Heinz Ettlinger, Bürgermeisterin Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer (Marktgemeinde Oed-Öhling), Bürgermeister Landtagsabgeordneter Anton Kasser (Marktgemeinde Allhartsberg), Bürgermeisterin Maria Kogler (Marktgemeinde Neuhofen/Ybbs), GGR Michael Sturl (Gemeinde Aschbach-Markt), Vizebürgermeister Gottfried Bühringer (Gemeinde Aschbach-Markt) (Foto: Stadtgemeinde Amstetten)

Kläranlagen benötigen für den Betrieb der vielen Pumpen, Rührwerke und insbesondere der Belüftung des Abwassers eine große Menge an elektrischer Energie. Die Kläranlage des Gemeindeabwasserverbands Amstetten ist mit vier Blockheizkraftwerken ausgestattet, mit denen elektrischer Strom aus Faulgasen erzeugt wird.

Bilanziell Energieautark

„Diese Energiegewinnung bewirkt, dass die Kläranlage schon seit Jahren bilanziell energieautark betrieben werden kann, was bedeutet, dass über den Jahresverlauf zumindest genau so viel Strom erzeugt werden kann, wie in der Kläranlage verbraucht wird“, erklärt GAV-Geschäftsführer Günther Zeilinger.

Stromzukauf im Sommer

Für die Zwischenspeicherung des produzierten Faulgases besteht ein Gasspeicher, über den jedoch nur kurze Spitzen abgepuffert werden können. Auf Grund des schwankenden Gasanfalls müssen in Summe – speziell in den Sommermonaten – trotzdem erhebliche Strommengen zugekauft werden. Im Gegenzug dazu kann jedoch eine äquivalente Menge an Ökostrom zu Spitzenzeiten in das örtliche Stromnetz der Stadtwerke Amstetten abgegeben werden, was im Laufe eines Jahres zu der ausgeglichen Energiebilanz führt.

PV-Anlage

„Photovoltaikanlagen bringen gerade in den Sommermonaten den größten Ertrag. Da die Kläranlage Amstetten über erhebliche Dachflächen verfügt, sollen zukünftig eigene Photovoltaikmodule die fehlende Energie zum richtigen Zeitpunkt liefern“, berichtet der GAV-Geschäftsführer. Auf Basis einer Analyse der zur Verfügung stehenden Gebäudedächer ergab sich, dass eine Photovoltaikanlage mit einer Ausbaugröße von bis 300 kWp möglich ist.

Statement Bürgermeister Haberhauer

Für Amstettens VP-Bürgermeister und Obmann des GAV-Amstetten, Christian Haberhauer, der absolut richtige Weg: „Ein weiterer wichtiger Schritt, um im Bereich Energie unabhängig zu werden und das ohne Umweltbelastung. Ein zweiter Vorteil ist, dass Überschüsse wieder in das Netz der Stadtwerke eingespeist werden können.“

Weitere Themen

Weitere Tagesordnungspunkte der Vorstandssitzung waren unter anderem die Beschlussfassung über den Rechnungsabschluss 2020 sowie die Teilnahme und Förderung des GAV Amstetten am Abwasserbenchmarking 2021.

Der Gemeindeabwasserverband Amstetten (GAV) besteht aus elf Mitgliedsgemeinden (Amstetten, Oed-Öhling, Winklarn, Aschbach, Allhartsberg, Viehdorf, Sonntagberg, Kematen/ Ybbs, Neuhofen/Ybbs, Biberbach und Euratsfeld) und ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts.


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