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BEZIRK. Obstbäume sind robuster als man denkt. So wurde in der Promau, im Naturpark Eisenwurzen, auf rund 800 Höhenmetern eine Streuobstwiese gepflanzt.

LAbg. Bgm. Anton Kasser (GDA-Obmann) mit Bgm. Manuela Zebenholzer (r., GDA Obmann-Stellvertreterin) und Christina Forsthuber (Obfrau Naturpark NÖ Eisenwurzen) setzen regionale Klimawandel-Anpassungsprojekte um. (Foto: GDA)

Die Klimawandel Anpassungsmodell Region Amstetten - kurz KLAR! - unterstützte den Naturpark bei der Neuanlage der Hochstamm-Obstzeilen.

An raues Klima gewohnt

Die regionalen Apfel- und Birnensorten sind seit jeher das rauere Klima in den Ybbstaler Alpen gewohnt. „Der Klimawandel, bringt nicht nur Herausforderungen, er kann im Bereich der Landwirtschaft auch Chancen eröffnen. Durch die Temperaturveränderung kann ‚Eisenwurzen Obst‘ auch in höheren Lagen angebaut werden“, erklärt Anton Kasser, Obmann des Gemeinde Dienstleistungsverbandes der Region Amstetten.

Streuobstbestände sogar in Hochlagen über 1.000 Metern

Christina Forsthuber, Obfrau Naturpark NÖ Eisenwurzen, erläutert: „Die Erhaltung von Streuobstwiesen und auch die Obstverarbeitung als kulturelles Erbe liegt uns als Naturpark sehr am Herzen“. Die regionalen Obstsorten sind traditionell robust. Sogar in Hochlagen über 1.000 Metern finden sich noch Streuobstbestände. Streuobst kann an sehr vielen Standorten sicher angebaut werden. Ausnahmen bilden trockene oder staunasse Böden sowie spätfrostgefährdete Lagen. Obstbäume brauchen humose Böden mit ausreichender Wasserversorgung und sonnige Standorte.

„Für kommende Generationen“

LAbg. Bgm. Anton Kasser: „Die KLAR! Region Amstetten unterstreicht die Wichtigkeit von Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen. Jetzt gesetzte Schritte werden sich für kommende Generationen lohnen“. Die KLAR! Amstetten ist eine Kulturlandschaft. Die seit Jahrhunderten in der Region gebräuchliche Form der Bewirtschaftung durch Hochstammobstbäume bildet die Lebensgrundlage vieler Insekten, die nur hier vorkommen und anderer Arten. Grund und Boden stehen heute aber mitunter im Spannungsfeld von Baulandwidmung, Landwirtschaft und Naturschutz.

„Erhaltung der Biodiversität“

„Die Erhaltung der Biodiversität ist uns ein großes Anliegen und für unsere Region von wesentlicher Bedeutung“, so GDA Obmann-Stv. Bgm. Manuela Zebenholzer.

Der Gemeinde Dienstleistungsverband Region Amstetten nimmt mit seinen 35 Mitgliedsgemeinden (inkl. Waidhofen/Ybbs) an den Programmen „Klima und Energiemodellregion (KEM)“ sowie „Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!)“ teil. Diese bundesweiten Förderschienen des Klima- und Energiefonds, der ein Instrument der Bundesregierung ist, können von Gemeindezusammenschlüssen in ganz Österreich gegründet werden. Die strengen Teilnahmebedingungen erfordern ein hohes Maß an Innovation, Engagement und Erfolgsnachweisen.

KlimawandelAnpassungs-ModellregionDer Klimawandel ist angekommen und nicht mehr zu leugnen. Die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels ist eine ebenso wichtige Aufgabe wie der Klimaschutz selbst. Hier haben die Gemeinden viel Verantwortung zu tragen. Hochwasserschutzbauten, Regenwassernutzungskonzepte, Erhaltung der Biodiversität und allem voran die klimafitte Gestaltung von öffentlichen Räumen. Die Modellregionsmanager schaffen ein Netzwerk aus regionalen Stakeholdern, Entscheidungsträgern und engagierten Bürgern und können dadurch ambitionierte, nachhaltige Projekte umsetzen.


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