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AMSTETTEN. Zusammen mit der Gemeinnützigen Siedlungsgenossenschaft (GWSG) Amstetten haben die Stadtwerke Amstetten eine E-Ladesäule zur Betankung von Elektrofahrzeugen in der örtlichen Kupferstraße auf Höhe der Hausnummer 3 in Betrieb genommen.

v.l.n.r.: Timo Hörlezeder und Direktor Jürgen Hürner von den STADTwerken Amstetten Bürgermeister Christian Haberhauer und Wolfgang Liebl, Obmann der GWSG Amstetten. (Foto: Stadtwerke Amstetten/Michael Permoser)

„Diese Ladesäule dient als Pilotprojekt, das von der GWSG und uns entwickelt wurde, um auch Wohnungsbenützern einen leichteren Zugang zur Elektromobilität zu ermöglichen“, gibt Stadtwerke-Direktor Jürgen Hürner bei der Inbetriebnahme im Beisein von GWSG-Obmann Wolfgang Liebl und VP-Bürgermeister Christian Haberhauer Bescheid.

Boomende Elektromobilität

Die meisten Autofahrten der Österreicher gestalten sich in Form des Pendelverkehrs im Radius von wenigen Kilometern. Das spricht stark für die derzeit boomende Elektromobilität als Alternative, denn die realistischen Reichweiten von E-Autos betragen heute schon bis zu 300 bis 350 Kilometern pro Ladung.

Zentrale Ladepunkte bei Wohnanlagen

Bürgermeister Haberhauer: „Der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet ist für uns ein wichtiger Schritt, um den Umstieg auf klima- und umweltfreundlichere Alternativen für die Amstettner attraktiver zu gestalten. Dabei ist die Schaffung von zentralen Ladepunkten bei Wohnanlagen ressourcenschonend und macht infrastrukturell großen Sinn!“

Durchschnittliche Wegstrecke pro Tag: 35 Kilometer

Diese Annahme verdeutlicht sich mittels einer überschlagsmäßigen Rechnung: Die durchschnittliche Wegstrecke eines PKWs liegt in Österreich bei rund 35 Kilometern täglich. Demnach müsste man ein Fahrzeug mit 300 bis 350 Kilometer Reichweite alle 8 bis 10 Tage einmal mit Strom betanken.

11kW-Ladesäulen

An den 11kW-Ladesäulen, welche von den Stadtwerken Amstetten verbaut werden, dauert eine Vollladung je nach Akkugröße zwischen drei und sieben Stunden. Diese Ladesäule mit insgesamt zwei Ladepunkten wird zukünftig also bis zu 50 E-PKWs mit Strom versorgen und benötigt den Flächenbedarf von lediglich zwei Parkplätzen.

Geringe Anzahl von Ladesäulen ausreichend

„Daher kann sich eine Wohnanlage eine im Verhältnis geringe Anzahl an Ladesäulen auf alle E-Autofahrenden aufteilen. Da Tankvorgänge eher selten geschehen, verfügen somit viele Personen stets über den Zugang zu einer Tankmöglichkeit vor der Haustüre“, erklärt der für den Ausbau der E-Infrastruktur verantwortliche Timo Hörlezeder von den Stadtwerken Amstetten.

2 „Typ2“-Ladepunkte

Die Ladesäule der Kupferstraße ist öffentlich nutzbar und verfügt über 2 „Typ2“-Ladepunkte mit jeweils 11 kW Leistung. Als Anreiz für die umliegenden Bewohner der Wohnanlagen der Kupferstraße gibt es von Seiten der Stadtwerke Amstetten zur Einführung einen Sondertarif von minus 20% auf den Betankungspreis, sofern diese über die Stadtwerke-E-Ladekarte tanken. Die Prämisse der Stadtwerke Amstetten lautet, dass die Schaffung zentraler Ladepunkte bei Wohnanlagen sinnvoller sein wird, als jeden einzelnen Parkplatz mit einer Ladeinfrastruktur auszurüsten. Unter dem Strich könne man die E-Mobilität noch mehr Menschen im praktischen Alltag zugänglich machen.

Strategie weiterentwickeln

Es wird nun beobachtet, ob und wie weit das Angebot dieses Pilotprojekts angenommen wird. „Basierend auf den Erfahrungen und Erkenntnissen, die wir mittels dieser Anlage gewinnen werden“, schließt Bürgermeister Haberhauer ab, „wird unsere Strategie bezüglich der E-Ladeinfrastruktur für Wohnanlagen für die nächsten Jahre weiterentwickelt.“


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