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BEZIRK AMSTETTEN. Anton Kasser, Obmann des Gemeinde Dienstleistungsverbandes Region Amstetten für Umweltschutz und Abgaben (GDA) präsentierte die Abfall-Bilanz 2021.

GDA-Obmann Anton Kasser (l.) mit seinem Stellvertreter Karl Huber (Foto: mai)
GDA-Obmann Anton Kasser (l.) mit seinem Stellvertreter Karl Huber (Foto: mai)

Die Corona-Krise hat eindeutig eine Auswirkung auf das Müllaufkommen im Bezirk Amstetten. Dieses ist mit der Pandemie gestiegen. GDA-Obmann Anton Kasser: „Hat das Müllaufkommen pro Einwohner und Jahr vor Corona noch 612 Kilogramm betragen, so ist es 2020 auf 649 Kilogramm gestiegen. 2021 waren es 635 Kilogramm. Ich hoffe, dass diese Menge wieder zurückgeht.“

Recycling-Zahl

Erfreulicher sei die Recycling-Zahl, die 2021 von 72,1 auf 72,5 Prozent gestiegen sei. Besonderes Sorgenkind beim Müllaufkommen stelle mit 11 Prozent (+8,1 Prozent) der Bauschutt dar: „Viele Menschen haben coronabedingt zu Hause renoviert. Die Entsorgung von Bauschutt in den Altstoffsammelzentren ist kostenlos. Das müssen wir auf lange Sicht ändern“, so Kasser. Eine massive Steigerung habe es – aufgrund von Corona – auch bei den Kartonagen und bei den Textilien (+14,7 Prozent) gegeben.

Frühjahrsputz 2021

Heuer soll wieder die Frühjahrsputz-Aktion stattfinden, bei der die Umwelt von achtlos weggeworfenem Müll befreit wird. „Im Bezirk sind bisher 42 Aktionen in 31 Gemeinden angemeldet. Die Schulen sind hier übrigens die besten Müllsammler“, so Kassers Stellvertreter Karl Huber. Der GDA unterstützt die Aktion mit Material – in Summe mit 3.300 Sammelsäcken und 5.100 Paar Handschuhen. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel, bei dem bezirksweit vier Picknickkörbe inklusive Kochbuch verlost werden.

Digitale Abfallberaterin

Seit Jahresbeginn gibt eine digitale Abfallberaterin auf der GDA-Homepage Auskunft über Müllentsorgung und empfiehlt den kürzesten Weg zum nächsten AltstoffZentrum. „Es handelt sich dabei um ein Online-Tool zur Bewusstseinsbildung. Einen Rückgang des Müllaufkommens werden wir nicht erreichen. In der Mülltrennung können wir aber noch besser werden“, meint Kasser. Für die Abfallberaterin werde nun ein netter, weniger sperriger Name gesucht. Dafür wird ein Schul-Bewerb gestartet, bei dem auf teilnehmende Schüler einige Preise warten.


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