5-Punkte-Plan: Stadt Amstetten präsentiert Sicherheitspaket
AMSTETTEN. Mehr Polizeipräsenz, 30er-Zonen, Bürgerbudgets, Jugendschwerpunkt und Sicherheitsstammtisch: So möchte sich die Stadtgemeinde aktuellen und künftigen Herausforderungen annehmen.

„Amstetten ist sicher – doch die Amstettner empfinden das in bestimmten Bereichen anders“, so VP-Ortsvorsteher Manuel Scherscher. „Zugleich ergeben sich – speziell mit Blick auf die weitere Stadtentwicklung – neue Herausforderungen in Fragen der Sicherheit“, erklärt Scherscher, der zusammen VP-Sicherheitsgemeinderat Christoph Zechmeister das Projekt „Urbane Sicherheit“ initiierte.
Zwei Workshops und eine Online-Umfrage
„Deshalb war es für uns wichtig, hier die Initiative zu ergreifen und Amstetten auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten“, so Zechmeister. Gemeinsam mit dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ), Gemeindebürgern bzw. Vertretern von Politik und Wirtschaft, von Blaulichtorganisationen und Behörden, von Schulen und aus der Jugendarbeit wurden die Inhalte erarbeitet. Dazu gab es zwei Workshops sowie eine Online-Umfrage.
Umfrage: „Sehr weites Themenfeld“
„Das Resultat zeigt ein sehr weites Themenfeld. Sicherheits-Themen, welche die Gemeindebürger betreffen und bewegen, reichen von der Grundversorgung und Klimawandel bis hin zu Drogenkonsum und dubiose Örtlichkeiten. Genannte Hauptpunkte bei den Herausforderungen für die Stadt Amstetten sind unter anderem jugendliche Randgruppen und Integrations-Herausforderungen aber auch Straßenrennen und Fake News“, berichtet Scherscher.
„Klarer Auftrag an Stadtregierung“
„Das Ergebnis des Projekts 'Urbane Sicherheit' ist der Kompass, der die Richtung vorgibt und zugleich ist es ein klarer Auftrag an die Stadtregierung“, betont VP-Bürgermeister Christian Haberhauer. „Unser Ziel ist ganz klar: Hinschauen, handeln, lösen“, so der Bürgermeister, „deshalb hat die Stadtgemeinde einen 5-Punkte-Plan ausgearbeitet. Wir beginnen sofort mit der Umsetzung.“
Maßnahme 1: Mehr Polizeipräsenz im gesamten Stadtgebiet
„Wir werden die Stadtpolizei um einen Einsatzbeamten aufstocken. Damit wollen wir die sichtbare Präsenz steigern und die Präventionsarbeit vorantreiben. Zudem wird ein eigener Sicherbeauftragter eingeführt“, erklärt Haberhauer.
Flächendeckende 30er-Zonen in Siedlungsgebieten und Radarüberwachung
„Im Straßenverkehr werden gezielte Maßnahmen gesetzt: Die Radarüberwachung wird ausgeweitet, Begegnungszonen werden eingeführt und wo es sinnvoll und umsetzbar ist, wollen wir künftig auf Wohn- und Spielstraßen setzen. Ziel ist eine flächendeckende 30-km/h-Zone in Siedlungsgebieten“, erklärt Scherscher.
Jugendarbeit wird ausgeweitet
„Einen Schwerpunkt legen wir auf das Jugendzentrum A-Toll. Die pädagogischen Konzepte werden angepasst. Die Themen sind dabei Respekt, Verantwortung, Solidarität, Integration und Heimat. Die Aufsichtszone wird auf einen Umkreis von 100 m erweitert. Die Stadtpolizei und die Sozialarbeiter werden sich künftig intensiver vernetzen“, informiert Zechmeister.
Bürgerbudgets sollen Nachbarschaft stärken
„Die Stadtgemeinde gibt Bürgerbudgets in Höhe von etwa 1.000 bis 3.000 Euro pro Projekt frei. Private Initiativen, die den Zusammenhalt und Austausch fördern und zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung beitragen, werden künftig gezielt gefördert. Das betrifft etwa Grätzel-Gestaltung, Straßenfeste oder auch soziale und karitative Nachbarschaftsprojekte“, so Scherscher.
Sicherheitsstammtisch und Vorträge starten
„Ein Sicherheitsstammtisch soll regelmäßig zum direkten Austausch zwischen den Gemeindebürgern und den Stadtverantwortlichen anregen. Zudem sind Vorträge und weitere Veranstaltungen geplant. Die Partnerschaft zwischen Stadt und Gemeindebürger soll dadurch bei Sicherheitsthemen gestärkt werden“, so Zechmeister.


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