Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

MOSTVIERTEL. Die Bürgerinitiative „Pro Ybbs – Lebensader statt Staukette“ kritisiert, dass das EVN Kraftwerk Hohe Brücke bei Ferschnitz-St. Georgen noch immer nicht vom Tisch ist, obwohl mehre Gutachten Mängel im naturrechtlichen Verfahren zum Bau des Kraftwerkes feststellen.

Geplanter Kraftwerksstandort (Foto: Franz Raab)
Geplanter Kraftwerksstandort (Foto: Franz Raab)

Franz Raab und Gerald Mevec – Schriftführer und Obmann der Bürgerinitiative „Pro Ybbs – Lebensader statt Staukette“ – setzen sich seit Jahren für die Erhaltung der letzten Naturräume an der Ybbs ein. Diese Naturräume sehen sie durch den geplanten Bau des EVN Kraftwerks Hohe Brücke bei Ferschnitz-St. Georgen in Gefahr. Die Mängel im naturrechtlichen Verfahren, wurden von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, von einem weiteren Gutachten und nun von einem Gericht bestätigt. „Es sind immer die selben Mängel, die aufgezeigt werden, aber die Betreiber haben das Kraftwerk noch immer nicht aufgegeben“, erklärt Gerald Mevec.

Nach Ansicht der Bürgeriniative Pro Ybbs widerspricht das Kraftwerk dem Ziel der ökologischen Verbesserung der Gewässer nach den Natura 2000 Richtlinien, die ein Verschlechterungsverbot enthalten und der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die ein Verbesserungsgebot beinhaltet.

Die Bedenken der Bürgeriniative Pro Ybbs sind manigfaltig: „Das Kraftwerk ist das ein Eingriff in das wichtigste Huchen-Laichgebiet in der Ybbs und auch im Natura 2000 Gebiet Alpenvorlandflüsse. Es zerstört ein wichtiges Gebiet für den Flussuferläufer. Es reduziert die Laich- und Brutgebiete, wie Zingel, Strömer, Ybbs-Äsche, Bitterling und Barbe, für viele Arten im Wasser und am Land, wie Eisvogel, Fledermäuse und Hohltaube). Das Projekt unterbricht eine wichtige lange Fließstrecke, die Dynamik beim Geschiebeund die Dynamik für das Augebiet. Weitere negative Auswirkungen sind die Erhöhung der Wassertemperatur durch den Stauraum.“

Eine Marker für den Gewässerzustand ist der Huchen. Dieser Fisch steht an der Spitze der Nahrungskette und wenn sich sein Bestand verringert, weist das auf Mängel im Flussökosystem hin. Der Standort des Kraftwerkes wäre beim größten Huchen-Laichplatzes an der Ybbs.

„Wir haben den letzten Rest der Natur und den wollen wir verteidigen“, erklärt Franz Raab.

Den Einwand, irgendwo müsse ja Strom hergestellt werden, lassen Raab und Mevec nicht gelten. Mevec: „Wir können nicht Natur gegen Energie ausspielen. Die Natur ist schon am Kipppunkt.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Kultur, Kulinarik und Kurzurlaub: So vielfältig ist der Winter in Niederösterreich

Kultur, Kulinarik und Kurzurlaub: So vielfältig ist der Winter in Niederösterreich

NÖ. Die Städtekampagne der Niederösterreich Werbung zeigt, wie vielfältig Winterurlaub in Baden, Krems, Retz und Co. sein kann.

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Sicheres Silvester: Pyrotechnik-Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

Sicheres Silvester: Pyrotechnik-Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

NÖ. Produzenten und Händler warnen: Illegale Produkte und Unwissenheit führen zu Unfällen – und schaden damit auch verantwortungsvoll arbeitenden ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Stadt Amstetten lädt zum Neujahrstreffen mit Sternwanderung

Stadt Amstetten lädt zum Neujahrstreffen mit Sternwanderung

AMSTETTEN. Mit einem Neujahrstreffen im Festsaal des Landesklinikums Mauer stimmt sich die Stadt Amstetten am Sonntag, dem 11. Jänner 2026, ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Wunschbaum-Aktion bringt Kindern aus dem Kidsnest Amstetten Weihnachtsfreude

Wunschbaum-Aktion bringt Kindern aus dem Kidsnest Amstetten Weihnachtsfreude

AMSTETTEN. Wenn kleine Weihnachtswünsche groß werden, ist in Amstetten wieder Wunschbaumzeit. Bereits unzählige Wünsche konnten mit dem Wunschbaum ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Amstetten auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040

Amstetten auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040

AMSTETTEN. Amstetten nimmt an der Forschungsinitiative „klimaneutrale Stadt“ teil und arbeitet daran, die lokalen Klimamaßnahmen in die ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Wirtschaftskammer NÖ startet Onlineportal für Bürokratieabbau 

Wirtschaftskammer NÖ startet Onlineportal für Bürokratieabbau 

SANKT PÖLTEN. Die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) fordert „konsequenten Bürokratieabbau“ und startet ein Onlineportal zur Meldung ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Weitere Beiträge