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NÖ. Nachdem die SPÖ bei der NÖ Landtagswahl ein überaus schlechtes Ergebnis eingefahren hat, gibt es nun einen Wechsel an der Spitze der Landespartei: Sven Hergovich, Chef des AMS Niederösterreich, löst Franz Schnabl als Landesparteivorsitzender und Landesrat ab.

  1 / 4   Am Tag nach der Landtagswahl sind die Gremien der Parteien zusammengekommen um das Wahlergebnis zu analysieren. Auch die SPÖ Niederösterreich tagte und verkündete am Abend bei einer Pressekonferenz im Landhaus erste personelle Veränderungen in der Führung der Landespartei. PHOTO: der scheidende Landesparteichef Franz Schnabl (L) und sein Nachfolger als Landesparteivorsitzender der SPÖ-NÖ , Sven Hergovich (L), hier beim Hanschlag auf dem Weg zur PK. (Foto: photonews.at/Georges Schneider)

„Ich habe in meinem gesamten beruflichen Leben gelernt, Verantwortung zu übernehmen – sei es bei der Polizei oder als Manager in einem internationalen Unternehmen. Ich werde auch jetzt – nach vielen Gesprächen mit engen Freunden und Vertrauten – Verantwortung übernehmen und den Landesparteivorsitz geordnet in jüngere Hände übergeben“, so SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl. Er hat dem Landesparteipräsidium und Landesparteivorstand als seinen Nachfolger den niederösterreichischen AMS-Chef Sven Hergovich vorgeschlagen. Dieser wird sowohl den Vorsitz in der SPÖ NÖ als auch den Sitz im Regierungsteam der SPÖ NÖ übernehmen.

Hergovich: „Sehe mich als Brückenbauer“

Sven Hergovich, ist 34 Jahre alt, er ist in Niederösterreich geboren und Chef des AMS Niederösterreich. „Ich sehe mich als Brückenbauer in der niederösterreichischen Sozialdemokratie und freue mich, Verantwortung für unser Niederösterreich übernehmen zu dürfen! Ich werde auch das Verhandlungsteam in der Landesregierung anführen“, erklärt Hergovich. Er ist der jüngste (designierte) Landesparteivorsitzende in der Geschichte der SPÖ NÖ. Hergovich kündigte an, ebenso wie von Franz Schnabl bereits vor der Wahl gesagt, mit allen im Landtag vertretenen Parteien Gespräche führen, und die thematischen Eckpfeiler der SPÖ abstecken zu wollen.

„Richtiges Zeichen der Erneuerung“

SPÖ-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig: „Ich finde den Wechsel gut und ein richtiges Zeichen der Erneuerung. Es war eine gute Diskussion im Landesparteivorstand, die ehrlich und offen geführt wurde. Am Ende wurde der Generationswechsel einstimmig eingeleitet. Da ich Sven Hergovich schon lange kenne und mit ihm in seiner Funktion als Chef des AMS NÖ immer wieder in den letzten fünf Jahren zusammengearbeitet habe, bin ich von seinen Leadership-Fähigkeiten überzeugt. Aus meiner Sicht ist er ein profunder Sozialpolitiker und ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ 

„Es konnte nicht zur Tagesordnung übergegangen werden“

Die St. Valentiner Bürgermeisterin und SPÖ-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Kerstin Suchan-Mayr zum Wechsel an der SPÖ-Spitze: „Franz Schnabl hat gestern vorgeschlagen, mit dem niederösterreichischen AMS-Chef Sven Hergovich den Landesparteivorsitz in jüngere Hände zu übergeben. Dass nach einem solchen Wahlergebnis nicht zur Tagesordnung übergegangen werden kann, ist klar. Dazu wurden gestern im Landesparteivorstand, wo auch ich Mitglied bin, die Wahlergebnisse diskutiert und daraufhin einstimmig der Beschluss gefasst, Sven Hergovich sowohl zum Vorsitzenden der SPÖ NÖ als auch für den Sitz im Regierungsteam der SPÖ NÖ zu designieren. Er ist somit der jüngste (designierte) Landesparteivorsitzende in der Geschichte der SPÖ NÖ und zeigt große Motivation, sich mit voller Kraft für die Sozialdemokratie einzubringen. Es ist jetzt wichtig, die Niederösterreicher weiter von unseren Ideen und Vorhaben zu überzeugen und ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Vorsitzenden“.


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