Hände weg von der Pendlerpauschale
BEZIRK AMSTETTEN. Mit 30. Juni 2023 lief die befristete Erhöhung der Pendlerpauschale sowie des Pendlereuros aus, die im vergangenen Jahr im Mai wegen der stark gestiegenen Treibstoffpreise eingeführt worden sind. Das Ende der wichtigen Werkzeuge zum Teuerungsschutz kostet Pendler bis zu 1.500 Euro pro Jahr.

SPÖ-Bezirksvorsitzende LR Ulrike Königsberger-Ludwig zeigt sich besorgt über die Streichung der Maßnahmen durch die schwarz-grüne Regierung: „Die Teuerungskrise ist bei Weitem noch nicht überstanden und die massiv gestiegenen Lebenshaltungs- und Energiekosten drängen immer mehr Menschen in Österreich und damit auch im Bezirk Amstetten an die Armutsgrenze. Anstatt Preisdeckel einzuziehen lässt die Regierung nun auch noch die erhöhte Pendlerpauschale und den erhöhten Pendlereuro auslaufen, was Pendler bis zu 1.500 Euro pro Jahr kosten kann!“
Über 18.000 Pendler im Bezirk Amstetten
Königsberger-Ludwig rechnet vor: „Im Bezirk Amstetten gibt es laut Pendleranalyse der Arbeiterkammer rund 18.170 Pendler, die entweder innerhalb des Bezirkes oder aus dem Bezirk auspendeln. Jeder Einzelne von ihnen verliert mit dem Auslaufen der erhöhten Pendlerpauschale Geld – wie viel ist nicht nur vom Gesamteinkommen und der Wegstrecke, sondern leider auch vom Geschlecht abhängig.“
Zwei Beispiele
Beispiel 1: Frau mit Medianeinkommen – pendelt mehr als 10 Tage/Monat
- Amstetten – Wieselburg = 32 Kilometer
- Jahreseinkommen: 24.276 € Brutto/Jahr
- Höhe Pauschale/Jahr = 1476 €
- monatlich 18,45 € weniger
- jährlich 221,4 € weniger
- Pendlereuro 192 € weniger
- Gesamt 413,4 € weniger
Beispiel 2: Mann mit Medianeinkommen – pendelt mehr als 10 Tage/Monat
- Böhlerwerk – Wien = 158 Kilometer
- Jahreseinkommen: 41.636 € Brutto/Jahr
- Höhe Pauschale/Jahr = 3672 €
- monatlich 62,73 € weniger
- jährlich 752,76 € weniger
- Pendlereuro 948 € weniger
- Gesamt 1700,76 € weniger
Petition unterschreiben
Die SPÖ NÖ fordert daher eine Verlängerung der im Vorjahr befristeten Erhöhung sowie sozial gerechtere und ökologischere Ausgestaltung der Pauschale. Oder anders formuliert. Eine Umgestaltung der Pauschale zu einem Absetzbetrag, damit niedrigere Einkommen stärker profitieren. Geringverdiener sollen also stärker profitieren als bisher. Immerhin leiden sie noch stärker unter der Teuerungswelle. Abschließend wird auf die Petition der SPÖ NÖ zur Verlängerung der Pendlerpauschale verwiesen, die man weiterhin unter https://noe.spoe.at/pendlerpauschale unterschreiben kann.


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