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AMSTETTEN. Armut im Alter ist weiblich. Der Unterschied zwischen den Pensionen von Frauen und Männern liegt derzeit bei 40,5 Prozent. Frauen bekommen daher im Schnitt noch immer etwa halb so viel Pension wie Männer. Die Pensionsschere schließt sich im Schneckentempo. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Pensionsgap um nur einen einzigen Prozentpunkt kleiner. Der bundesweite Equal Pension Day ist heuer am 4. August. In Niederösterreich war schon am 3. Juli dieses Datum erreicht.

  1 / 2   LR Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ Bezirksfrauenvorsitzende Birgit Wallner (r.) (Foto: SPÖ Mostviertel/Leeb)

Unter dem Motto „Mehr für Frauen in Pension“ rufen die SPÖ-Frauen in ganz Österreich zu Aktionen auf. „Immer mehr Frauen haben in ihrer Pension Angst, dass sie ihre Existenzgrundlage verlieren. Die Bundesregierung darf davor nicht länger die Augen verschließen und muss jetzt handeln!“ so Amstettens SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Birgit Wallner und SPÖ Bezirksvorsitzende LR Ulrike Königsberger-Ludwig.

Aus der Erwerbsarbeit in die Pension.

Gerade für älteren Arbeitnehmerinnen ist es schwer, Arbeit zu finden, wenn sie ihren Job verlieren. Ab 1. Jänner 2024 wird das derzeitige Pensions-Antrittsalter von Frauen stufenweise angehoben, um jeweils sechs Monate pro Jahr. Die Gefahr ist, dass die Zahl jener Frauen, die nicht aus einer Beschäftigung, sondern aus der Arbeitslosigkeit in Pension gehen, steigen wird. Obwohl dies seit Langem bekannt ist, zeigt sich die Bundesregierung völlig planlos und unvorbereitet in dieser Hinsicht. Die SPÖ-Frauen fordern einen Arbeitsmarktschwerpunkt für ältere Arbeitnehmerinnen und Gesetze, die die Lohn- und Pensionsschere schließen. Dazu gehören eine höhere Anrechnung der Karenzzeiten, ein Lohngesetz nach dem Vorbild Islands mit Strafen bei Unterbezahlung, ein Arbeitsmarktschwerpunkt für Frauen über 50 Jahre und keine Kürzungen beim AMS.

Pensionsverluste verhindern

In Zukunft drohen massive Pensionsverluste, insbesondere für Pensionsantritte 2024 und 2025 wegen stark verzögerter Teuerungsanpassungen. Auch eine Mietpreisbremse gehört deshalb zu den Forderungen der SPÖ Frauen. Für rund 300.000 Betroffene wird es zu unhaltbaren lebenslangen Kürzungen von bis zu Zehntausenden Euro kommen, nur weil sie im „falschen“ Jahr das Pensionsalter erreichen. Davon werden besonders viele Frauen betroffen sein, weil ihre Pensionsantritte aufgrund der stufenweisen Angleichung des Frauenpensionsantrittsalters jeder einzelne reguläre Pensionsantritt einer Frau immer in der zweiten Jahreshälfte liegen wird. „Wir nehmen diese Ungerechtigkeit nicht hin! Die Pensionsschere muss sich endlich schließen, statt sich noch weiter zu öffnen!“, sind sich Königsberger-Ludwig und Wallner einig.


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