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AMSTETTEN. Der Gemeindeabwasserverband (GAV) Amstetten errichtet eine neue Einstelllagerhalle sowie Garage mit überdachter Betriebstankstelle.

Joachim Beham (Firma Papst), Franz Zehethofer (Bürgermeister Viehdorf), LAbg. Anton Kasser (Bürgermeister Allhartsberg), Christian Haberhauer (Bürgermeister Amstetten), GAV-Geschäftsführer Günter Zeilinger, Sabine Dorner-Leyerer (Bürgermeisterin Winklarn), Markus Schnabl (Firma PSB) (v. l.) (Foto: Stadt Amstetten)

„Aufgrund der steigenden Aufgaben des GAV Amstetten und insbesondere der laufend steigenden Anzahl an zu betreuenden Außenstationen verfügt der GAV Amstetten über einen entsprechenden Fuhrpark sowie über mobil einsetzbare Geräte“, berichtet GAV-Geschäftsführer Günter Zeilinger über Spülwagen, Lader, Gabelstapler, aber auch über rund 30 Pumpen und 10 Notstromaggregate, die im Falle eines Blackouts bereitstehen.

Ziel: 100 Prozent energieautark

Mit der neuen Einstelllagerhalle sowie einer Garage samt überdachter Betriebstankstelle wird am Areal der Kläranlage in der Doislau auf knapp 700 Quadratmeter Raum für Fahrzeuge und Geräte geschaffen. „Auf dem Dach wird eine 150 kWp-PV-Anlage errichtet. Diese erweitert die im Vorjahr installierte 260 kWp-PV-Anlage“, berichtet Verbandsobmann ÖVP-Bürgermeister Christian Haberhauer. „Im Gemeindeabwasserverband haben wir uns 2020 das Ziel gesetzt, 100 Prozent energieautark zu werden. Daher bauen wir auf PV-Anlagen und als weiterer Schritt auf Energiespeicherung. Das Potenzial der Kläranlage kann somit ganzjährig genutzt werden. Damit leisten einen wichtigen Beitrag für nachhaltige Bewirtschaftung von öffentlichen Gebäuden“, erklärt Haberhauer. „Zugleich dient die Eigenversorgung gemeinsam mit den zur Verfügung stehenden Notstromaggregaten der Versorgungssicherheit im Falle eines Blackouts“, ergänzt der Bürgermeister.

1 Million Euro Investitionsvolumen

Kläranlagen benötigen sehr viel Energie für die Abwasserreinigung. „Somit ist die Stromgewinnung durch Photovoltaik neben einer bereits vorhandenen Verstromung von Biogas, Wärmegewinnung und Wärmerückgewinnung aus dem Kanal, die Fortsetzung dieses Weges“, so Zeilinger. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1 Million Euro. „Vielen Dank an alle Bürgermeister des Gemeindeabwasserverbandes für das Miteinander“, bedankt sich Bürgermeister Haberhauer.

Infos zum GAV

Der Gemeindeabwasserverband Amstetten (GAV) besteht aus elf Mitgliedsgemeinden: Amstetten, Oed-Öhling, Winklarn, Aschbach, Allhartsberg, Viehdorf, Sonntagberg, Kematen/Ybbs, Neuhofen/Ybbs, Biberbach und Euratsfeld.Die Kanalisation, welche die gesamten Abwässer der elf angeschlossenen Gemeinden zur Reinigung in die Zentralkläranlage leitet, hat eine Länge von rund 400 km. Im Einzugsbereich bestehen für den Abwasser­transport bis zur Kläranlage rund 150 Außenstationen in Form von Pumpwerken, Messschächten, Regenüberläufen und Regenklärbecken, die über eine Funkfernwirkanlage vom GAV Amstetten rund um die Uhr überwacht, betreut und gewartet werden. Kläranlagen benötigen für den Betrieb der vielen Pumpen, Rührwerke und insbesondere der Belüftung des Abwassers eine große Menge an Energie. Die Kläranlage in der Doislau in Amstetten ist mit vier Blockheizkraftwerken ausgestattet, durch die elektrischer Strom aus Faulgasen erzeugt wird. Strom wird auch mittels einer 260 kWp-PV-Anlage erzeugt, die nun um eine 150 kWp-PV-Anlage erweitert wird. Über die Verbandskanalisation werden täglich rund 20 Millionen Liter Abwasser zur Kläranlage geleitet und dort gereinigt. Der Reinigungsgrad, der sich auf den Abbau biologischer Schmutzfrachten bezieht, liegt im Jahresmittel bei 99 Prozent. Nähere Informationen sind erhältlich unter www.gav.amstetten.at.


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