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Digitale Verwaltung – Fachexkursion der NÖ Kleinregion Herz Mostviertel

Karin Novak, 05.10.2023 11:20

MOSTVIERTEL. Gemeindevertreter der NÖ Kleinregion Herz des Mostviertels unternahmen gemeinsam mit Regionalberaterin Sarah Kühr eine Fachexkursion nach St. Marien. Die oberösterreichische Gemeinde gilt als Vorreiterin im Bereich der Digitalisierung in der kommunalen Verwaltung und gab Einblicke in die tägliche Praxis.

Amtsdirektor Adi Schöngruber (St. Marien), Kleinregionsobmann Bürgermeister Johannes Heuras, Regionalberaterin Sarah Kühr (NÖ.Regional), Bürgermeister Walter Lazelsberger und Gemeindevertreter der sieben Kleinregionsgemeinden (v. l.) (Foto: NÖ Kleinregion Herz des Mostviertels)

Standortbürgermeister Walter Lazelsberger und Amtsdirektor Adi Schöngruber öffneten kürzlich der Delegation aus dem Mostviertel die Tore zu den unterschiedlichen Verwaltungsbereichen und präsentierten eindrücklich und praxisnah die digitale Entwicklung auf ihrem Gemeindeamt. Abzuarbeitende Papierstapel am Schreibtisch oder volle Regale mit Aktenordnern sucht man hier vergeblich. Seit 2014/2015 verfolgt die Gemeinde St. Marien andere Wege.

Jeder Eingang ist ein digitaler Geschäftsfall

Anliegen und Anträge der Bevölkerung, egal ob persönlich, telefonisch oder in Papierform, per Post einlangende Rechnungen, Behördenschriftstücke und Ähnliches werden als digitale Geschäftsfälle am Gemeindeamt weiterbearbeitet. Die Verwaltungsabläufe können dadurch zu einem hohen Grad standardisiert erledigt werden. Dies spart Zeit und macht die Verwaltung noch effizienter. Zudem entsteht mehr Flexibilität dafür, wer beziehungsweise wo gearbeitet wird. Briefe falten und kuvertieren gehört der Vergangenheit an. Der Versand von Bescheiden, Vorschreibungen oder sonstigen Schriftstücken erfolgt voll automatisch über eine eigene Datenverbindung mit der Österreichischen Post, welche Poststücke digital oder bei Bedarf in klassischer Papierform zustellt. Zustellnachweise sind dabei selbstverständlich. Weiters können auch Personalvertretungen im Falle von Urlauben und Krankenständen problemlos erfolgen, da sofort auf alle erforderlichen Daten zugegriffen werden kann. In Echtzeit können sogar Bürger in jene Akte Einsicht nehmen.

Beeindruckende Möglichkeiten

Auch die Vertreter der sieben Kleinregionsgemeinden zeigten sich sehr begeistert von den vermittelten Einblicken aus der Praxis und den Möglichkeiten, die eine Umstellung der kommunalen Verwaltung hin zu digitalen Abläufen mit sich bringt. So will man auch in den Gemeinden davon profitieren und die laufend steigenden Anforderungen dadurch zukünftig bewerkstelligen. „Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und Daten. Es ist schon beeindruckend, welche Möglichkeiten sich im positiven Sinne auch auf Gemeindeebene daraus ergeben. Diese gilt es bestmöglich zu nutzen.“, bekräftigt Kleinregionsobmann ÖVP-Bürgermeister Johannes Heuras.

Stolz auf Digitalisierungsgrad

Personalmangel und der Wunsch nach Erleichterung und Vereinfachung der täglichen Arbeit waren ausschlaggebend für die Gemeinde St. Marien, die digitale Umstellung in Angriff zu nehmen. Maßgeblich daran beteiligt waren die Gemeindemitarbeiter, die bereit waren den gemeinsamen Weg in Richtung Digitalisierung zu gehen. Heute sind sie besonders stolz auf den realisierten Digitalisierungsgrad und die effiziente Zusammenarbeit der einzelnen Mitarbeiter sowie Fachbereiche in der Verwaltung.   

Thema bei der nächsten Kleinregionssitzung

In den nächsten Kleinregionssitzungen soll das Thema „Digitalisierung am Gemeindeamt“ erneut aufgegriffen. Jede Gemeinde hat aktuell einen anderen Status, was das Ausschöpfen der Möglichkeiten betrifft. Gemeinsam sollen nun weiterführende Schritte überlegt werden, wie man gegebenenfalls auch über die Gemeindegrenzen hinweg in diesem Bereich stärker zusammenarbeiten kann.


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