Marktgemeinde Ybbsitz erhält „Natur im Garten“-Landesförderung
YBBSITZ. Als „Natur im Garten“-Gemeinde verzichtet die Marktgemeinde in der öffentlichen Grünraumpflege auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie Torf, auch die Entsiegelung des Marktplatzes und Baumpflanzungen sind den Gemeindeverantwortlichen wichtig. Das Land Niederösterreich gewährt dafür eine spezielle „Natur im Garten“-Förderung.

„Für die Entsiegelung nach dem Schwammstadtprinzip und Baumpflanzungen wurde eine Landesförderung eingeholt, die als Beitrag für Arten-, Klima- und Umweltschutz zu verstehen ist. Dies bedeutet einen weiteren Schritt, Niederösterreich als ökologisches Gartenland Nummer 1 in Europa zu positionieren“, informiert ÖBP-LAbg. Anton Kasser über die naturnahen Umgestaltungen des Marktplatzes in Ybbsitz. „Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein haben im Bezirk Amstetten und in der Marktgemeinde Ybbsitz einen besonders hohen Stellenwert. Wenn Grünräume in Niederösterreich naturnah und zum Schutz von Nützlingen gestaltet und gepflegt werden, wird unser Bundesland der Verantwortung und Vorbildrolle unseren Bürgern gegenüber gerecht.“
Gegen den Klimawandel, für mehr Lebensqualität
„Wir freuen uns, durch die Entsiegelung des Marktplatzes und dem Setzen von Linden als standortgerechte Bäume im Zentrum direkt neben der Kirche ein aktives Zeichen für die Klimawandelanpassung zu setzen“, betont ÖVP-Bgm. Gerhard Lueger. Ziel des Projekts ist eine nachhaltige und standortgerechte Baumbepflanzung gegen den Klimawandel, um die Lebensqualität durch wertvollen Schatten an diesem belebten Ort zu steigern und für ein angenehmeres Mikroklima zu sorgen. Insgesamt soll die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Marktgemeinde verbessert werden, da Schwerpunkte auf Beschattung und Aufwertung historischer Orte gelegt werden.
484 Orte dabei
Aktuell verzichten 484 Städte und Gemeinden in Niederösterreich bei der Pflege der öffentlichen Grünräume auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie auf Torf. Neun von zehn Niederösterreichern wünschen sich naturnah gepflegte, öffentliche Grünräume. Diese Grünflächen sind für Bewohner ein wichtiger Ort zum Verweilen und Aktivsein.
Vielerlei Vorteile
Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel werden bei der ökologischen Pflege durch biologische Mittel beziehungsweise durch den Einsatz mechanischer oder thermischer Verfahren wie Heißwasser, Flämmen oder Heißschaum ersetzt. Gemeinden verzichten auf chemisch-synthetische Düngemittel und arbeiten mit organischen Düngern und Pflanzenstärkung, was den Aufbau und die Erhaltung eines gesunden Bodens gewährleistet: Pflanzenvielfalt, dauerhafte Bepflanzungen mit Stauden und Gehölzen, Bodenpflege und die Schaffung natürlicher Nischen können Pflegearbeiten wie Bewässerung, Unkraut jäten oder auch Pflanzenschutzmaßnahmen minimieren. Die „Natur im Garten“-Gemeinden zeigen so, wie sich ansprechende Grünflächengestaltung mit Ökologie und Naturnähe verbinden lässt. Laufende Beratungen, ein jährlich angebotener Grünraumpflegelehrgang und Webinare von „Natur im Garten“-Experten unterstützen die Mitarbeiter in den Gemeinden bei der täglichen Arbeit auf den Grünflächen.


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