Symposium: "Setzen wir unsere Landschaft aufs Spiel?"
WAIDHOFEN/YBBS. Von 5. bis 6. Oktober 2023 wurde von der NÖ Eisenstraße ein internationales Symposium im Schloss Rothschild abgehalten. Dieses Symposium stand unter dem Motto: „Setzen wir unsere Landschaft aufs Spiel?“ im transnationalen Leader-Projekt „landschaft.bild.wandel – gappnigg“. Diese länderübergreifende Initiative führt der Regionalentwicklungsverein Eisenstraße Niederösterreich gemeinsam mit der deutschen Stadt Freising durch.

Im Mittelpunkt dieses Symposiums standen neben den Fachvorträgen, die von Valentin Gappnigg gemalten Ansichten der damaligen Freisinger Besitzungen. Zu diesen zählten neben Waidhofen an der Ybbs auch Hollenstein, Göstling und Randegg. In Hollenstein, Randegg und in Göstling wurden die Zeitfenster an dem historischen Standort bereits eröffnet und sind frei zugänglich. Jeder Interessierte sollte die Gelegenheit nutzen und die Zeitfenster besuchen, um die Landschaft des 18. Jahrhundert mit jener von heute zu vergleichen. Aktuelle Fragen von Landschaftsveränderung und Flächenverbrauch können erkannt und diskutiert werden.
Zusammenarbeit Österreich/Bayern
Der Waidhofner ÖVP-Bürgermeister und Eisenstraßen-Obmann Werner Krammer betonte bei seiner Begrüßungsrede: „Die erfolgreiche Projektumsetzung und die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Leader Region aus Österreich und Bayern.“ Auch Hans Huss von der LAG Mittlere Isarregion, freute sich über die Teilnahme und betonte: „Ich freue mich, einen Nachmittag mit unseren Freunden aus Waidhofen an der Ybbs verbringen zu dürfen.“
Vortrag Ernst Bruckmüller
Die Experten Hannes Hoffert-Hösl (georaum GmbH), Jörg Ewald und Karl-Heinz Einberger von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf führten uns mit spannenden Vorträgen in das Projekt ein. Die Teilnehmenden erhielten Inputs über das Leben von Valentin Gappnigg, wobei hier der Historiker Ernst Bruckmüller mit seinem spannenden Vortrag in die Welt der frühen Neuzeit einführte.
Bodenverbrauch an Beispielen
Der Architekt Ernst Beneder, gab uns einen Einblick in das Waidhofner „Stadtprojekt 2017“ sowie zu dem interkommunalen Wirtschaftspark Kreilhof. Anschließend präsentierte Sibylla Zech von der TU Wien mit dem kurzen Statement „Ist uns unsere Landschaft schon völlig egal?“ einen gelungenen Beitrag mit dem Ziel, den Bodenverbrauch an Beispielen dingfest zu machen.
Austausch Experten und Publikum
Im Anschluss an die offiziellen Programmpunkte fand ein Abschlussdiskussion statt. Dieser bot den Teilnehmenden eine wertvolle Gelegenheit zum informellen Austausch zwischen Experten und dem Publikum. „Die Projektgruppe freut sich bereits auf das nächste Symposium, welches im Herbst 2024 in Freising durchgeführt wird“, berichtete Eisenstraße-Projektleiter Josef Reisinger.
Das transnationale Leader-Projekt „landschaft.bild.wandel – gappnigg“ wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Niederösterreich unterstützt.


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