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MOSTVIERTEL. Neue Wege beschreitet der Obstbauverband Mostviertel in Sachen Erhaltung der Mostlandschaft unter dem Titel „Projekt Streuobst 2030“.

(V. l.) Leopold Reikersdorfer, Johann Steiner, Andreas Ennser, Hans Hiebl und Katrin Litzellachner mit ihrem Sohn (Foto: Obstbauverband Mostviertel)

Obstbaureferent Andreas Ennser: „Aufmerksamen Regionsliebhabern wird es ja in den letzten Jahren nicht entgangen sein, dass leider viele Bäume kränkeln. Hierbei handelt es sich um eine Bakterienkrankheit namens ‚Birnenverfall‘, die speziell den Streuobstanbau in Österreich bedroht.“

Zwei Unterlagen für Birnbäume

In Deutschland und auch Österreich werde seit gut zehn bis 15 Jahren an einer neuen Birnenunterlage für Streuobst geforscht, gezüchtet – mit einem ersten Zwischenerfolg: „Es gibt nun zwei Unterlagen, die dem Bakterium trotzen sollen!“, berichtet Ennser.

Aus diesem Grund ließ der Obstbauverband Mostviertel in Zusammenarbeit mit der regionalen Baumschule Huber in Amstetten 2021 knapp 200 Stück Birnenbäume (fünf verschiedene Sorten) auf diese zwei verschiedenen Unterlagen namens ViruTherm 1 beziehungsweise ViruTherm 2 veredeln.

Bäume an 20 Obst-Mostbauern ausgegeben

Nun konnten die Jungbäume auf den resistenten, widerstandsfähigen Unterlagen an 20 Obst- Mostbauern aus der Region St.Pölten bis ins angrenzende Oberösterreich ausgegeben werden. „In den nächsten Jahren soll in einem Monitoring mitverfolgt und auch labortechnisch stichprobenartig getestet werden, wie sich die entwickeln“, erklärt der Obstbaureferent. Die Initiatoren erwarten in den nächsten knapp sieben Jahren Aufschlüsse über die Entwicklung der Bäume. Ziel ist, künftig wieder viele gesunde Birnenbäume in der Landschaft zu haben.

Tel. 0664 6025922303

Interessierte können gerne mehr erfahren:

andreas.ennser@lk-noe.at


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