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AMSTETTEN. Heinz Ettlinger, ÖVP-Finanzstadtrat der Stadtgemeinde Amstetten, stellte einen Voranschlag für das Budget 2024 vor. Dieser soll in der Gemeinderatssitzung am 13. Dezember 2023 beschlossen werden.

Finanzstadtrat Heinz Ettlinger (ÖVP) (Foto: Stadt Amstetten)
Finanzstadtrat Heinz Ettlinger (ÖVP) (Foto: Stadt Amstetten)

„Die Rahmenbedingungen für das kommende Jahr sind äußerst komplex. Das stellt alle Gemeinden und vor allem die Städte in ganz Österreich vor große Herausforderungen. Gründe dafür sind Teuerung und Inflation, unsichere wirtschaftliche Entwicklungen und steigende Zinsen sowie vor allem Mehrausgaben im Bereich Gesundheit und Soziales“, informiert Finanzstadtrat Ettlinger.

Ein Faktor seien auch steigende Personalkosten und ein höherer Mitarbeiterbedarf aufgrund des Ausbaus der Kinderbetreuung.

Ettlinger: „Ausgeglichener und sicherer Voranschlag“

Trotz der erhöhten Aufwendungen bei geringerer Steigerungsrate der Ertragsanteile im Vergleich zu den Vorjahren konnte laut Ettlinger „wieder ein ausgeglichener und sicherer Voranschlag erstellt werden“. Dieser sichere die laufenden Projekte ab und lasse Spielraum für Investitionen in Gesundheit, Soziales, Bildung, Klimaschutz, Infrastruktur und Versorgungssicherheit sowie Vereine und Ehrenamt.

Synergien durch Umstrukturierungen

„Hier wirken bereits die gesetzten Maßnahmen für eine effektive und serviceorientierte Verwaltung. Durch die Umstrukturierung im Rathaus, durch die Verschmelzung der Kulturabteilung, des Stadtmarketings und der AVB, durch die Neuorganisation der Stadtwerke sowie durch die Zusammenlegung der ehemaligen Bauhöfe zur neuen zentralen Stadtpflege schaffen wir enorme Synergien, die sich auch im Budget widerspiegeln“, erklärt der Stadtrat.

Einnahmen und Ausgaben der Stadt

Die laufenden Einnahmen des Haushaltspotenzials der Stadt belaufen sich Ettlinger zufolge 2024 auf 90,4 Millionen Euro. Rund 40 Prozent Prozent der Einnahmen stammen aus den Ertragsanteilen der gemeinschaftlichen Bundesabgaben. Das entspricht 35,8 Millionen Euro.

Die Einnahmen aus der Kommunalsteuer werden mit 16,8 Millionen Euro veranschlagt.

Laufende Aufwendungen: 84,6 Millionen Euro

Ettlinger: „Die laufenden Aufwendungen – wie Personalaufwand, Sachaufwand, Umlagen, Zinsen – betragen 84,6 Millionen Euro. Darin enthalten sind Mehrausgaben etwa im Bereich der Jugendwohlfahrt (+ 29 Prozent) oder beim NÖKAS-Beitrag (+ 7,3 Prozent). Der NÖKAS-Beitrag, also der Krankenanstaltenbeitrag, beläuft sich mittlerweile auf über zehn Millionen Euro. Die Sozialhilfeumlage steigt um 25 Prozent, das ergibt einen Gesamtjahresbetrag von 7,4 Millionen Euro. Die Aufwendungen für Kindergärten und Kinderbetreuung (+20 Prozent) oder Seniorenbetreuung (+ 7 Prozent) steigen ebenfalls.“

33,4 Millionen würden in Projekte investiert. Die Finanzierung erfolge durch den Einnahmen-Überschuss des Vorjahres, Rücklagen, Darlehen und Bedarfszuweisungen. „Damit stehen alle Projekte auf finanziell soliden Beinen und dienen parallel als wichtige Impulse für die Amstettner Wirtschaft und damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen“, so Ettlinger.


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