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ST. PETER/AU. Die Errichtung einer Wasserversorgungsleitung ist gemeinde- und bundesländerübergreifend von Waidhofen/Ybbs über Maria Neustift nach St. Peter in der Au angedacht. Dazu fand ein Koordinationstreffen mit Vertretern der drei Gemeinden statt.

Planer Christoph Weichselbaumer, Franz Schlager (Firma IKW), Bürgermeister Johannes Heuras, Bürgermeister Martin Haider, Leiter des Wasserwerks Waidhofen/Ybbs Markus Hochleiter, Ortsvorsteher Hermann Stockinger und Vizebürgermeister Alois Seirlehner (v. l.) (Foto: Gemeinde Maria Neustift)

Aktuell plant die Gemeinde Maria Neustift ihre Trinkwasserversorgung zu adaptieren. Dabei soll eine neue Verbindungsleitung von Waidhofen/Ybbs errichtet werden. Die entsprechende Wasserversorgungsleitung könnte in weiterer Folge zukünftig wichtige Wasserressourcen in ländliche Gebiete in der Gemeinde St. Peter in der Au bringen.

Erschließung Hochreith, Dobratal, Urltal

„Das Interesse ist sehr groß, wie die im Rahmen eines Informationsabends durchgeführte Bedarfserhebung beweist. Rund 60 Häuser haben bereits ihr Interesse bekundet, was für uns ein Auftrag ist, dieses Projekt voranzutreiben“, informiert ÖVP-Bürgermeister Johannes Heuras. Im Rahmen von Wassergenossenschaften könnten Bereiche in Hochreith, Dobratal und im Urltal mit Trinkwasser erschlossen werden. Auf Einladung von ÖVP-Bürgermeister Martin Haider fand in der Vorwoche ein erstes Koordinationstreffen für dieses Vorhaben am Gemeindeamt in Maria Neustift statt. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Nachbargemeinde, dem Leiter des Wasserwerks Waidhofen/Ybbs Markus Hochleitner und dem Planer der WVA Zivilingenieur Christoph Weichselbaumer besprach eine Delegation aus St. Peter in der Au mit Bürgermeister Johannes Heuras, Vizebürgermeister Alois Seirlehner, Ortsvorsteher Hermann Stockinger und Ziviltechniker Franz Schlager (Firma IKW) die Machbarkeit und Anforderungen an eine Wasserversorgungsleitung.

Historische Chance

„Es war ein sehr positives Gespräch“, betont Bürgermeister Heuras. „Gerade im Bereich der Wasserversorgung wird über Gemeindegrenzen hinweg gedacht – in diesem Fall sogar bundesländerübergreifend zusammengearbeitet!“ Im Rahmen des Koordinationstreffens wurde vor allem die technische Umsetzbarkeit thematisiert. Aktuell gilt es einige wesentliche Punkte zu prüfen. Welche Mengen machbar wären, wie hoch der Aufwand sein wird, Mischbarkeitsprüfungen des Wassers usw. stehen derzeit auf der Agenda des Planungsteams. „Dieses Vorhaben stellt eine historische Chance für den ländlichen Raum dar, die wir unbedingt aufgreifen wollen. Auch seitens der Bevölkerung nehme ich hier eine sehr große Zustimmung und hohe Priorität wahr“, bekräftigt der Ortschef.

Eventuell Verknüpfung mit Glasfaserausbau

In weiterer Folge gilt es nun, mit den Interessente Gespräche zu führen, mit dem Ziel, eine Wassergenossenschaft zu gründen und konkrete Möglichkeiten der Leitungsführung zu erarbeiten. Durch die Errichtung der Wasserversorgungsleitung ergibt sich noch eine weitere Chance. „Ein wesentliches Zukunftsthema ist auch der Glasfaserausbau, bei dem unsere Gemeinde besonders ambitioniert ist. Wir haben bereits vom Förderprogramm des Bundes eine Zusage für den flächendeckenden Ausbau in St. Peter in der Au erhalten und wollen diesen bis 2027 abwickeln. Diese beiden Projekte könnte man idealerweise verknüpfen“, will der Bürgermeister die Synergien bestmöglich nutzen.


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