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BEZIRK AMSTETTEN. Die SPÖ fordert, den derzeit bestehenden Unfallversicherungsschutz für Kindergartenkinder im verpflichtendem Kindergartenjahr auf alle Kindergartenkinder auszudehnen. Im Bezirk Amstetten würde das 4.300 Kinder betreffen.

(V. l.) Landesrat Sven Hergovich, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Nationalratsabgeordneter Rudolf Silvan (Foto: SPÖ NÖ)

2010 haben SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann und die damalige SPÖ-Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser die Unfallversicherung für Kinder im verpflichtenden letzten Kindergartenjahr eingeführt.

SPÖ-Volksanwaltschafts-Sprecher Nationalrat Rudolf Silvan möchte nun den nächsten Schritt setzen und fordert eine Ausweitung dieses Schutzes auf alle Kindergartenkinder. Damit wären alle Kindergartenkinder nach Unfällen nicht nur kranken-, sondern auch unfallversichert: „Alle Kindergartenkinder müssen im Ernstfall die bestmöglichste Leistung erhalten, um rasch wieder vollständig gesund werden zu können“, so Silvan.

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig: „Alle Kindergartenkinder wären auch unfallversichert“

Amstettens Bezirksvorsitzende Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig unterstützt die Initiative Silvans: „Damit wären nicht nur jene rund 1.270 Kindergartenkinder im Bezirk Amstetten bestmöglich geschützt, die derzeit ihr letztes Kindergartenjahr absolvieren, sondern alle der über 4.300 Kindergartenkinder im Bezirk Amstetten. Somit wären alle Kinder während ihres Kindergartenbesuches auch unfallversichert.“

Vorteil des Unfallversicherungsschutzes

Silvan erklärt den Vorteil des Unfallversicherungsschutzes gegenüber einer gewöhnlichen Krankenversicherung: „Nach einem Schadensfall sorgt die AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) mit allen geeigneten Mitteln für ganzheitliche Rehabilitation und Entschädigung, während die ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) - gemäß den gesetzlichen Vorgaben im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz - bei Behandlungen das Maß des Notwendigen [Anm.: auch in finanzieller Hinsicht“ nicht überschreiten darf.“

Der Antrag, den der Abgeordnete in der Jänner-Nationalratssitzung eingebracht hat, wurde dem Ausschuss für Arbeit und Soziales zugewiesen. Silvan hofft auf „rasche abschließende Behandlung im zuständigen Fachausschuss sowie in der nächstmöglichen Sitzung des Nationalrates, damit dieser Meilenstein noch vor etwaigen Neuwahlen zum Wohle unserer Jüngsten umgesetzt werden kann“.

Bezirksvorsitzende Königsberger-Ludwig und SPÖ NÖ-Vorsitzender, Kontroll-Landesrat Sven Hergovich, befürworten das Vorhaben, um „Lücken im sozialen Netz zu schließen“.


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