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Politik lud Amstettner Ärzte zum Runden Tisch ins Rathaus

Michaela Aichinger, 26.02.2024 10:41

AMSTETTEN. Die hausärztliche Versorgung der Amstettner Bevölkerung stand im Zentrum eines Runden Tisches von Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP) und Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser (SPÖ) mit der Ärzteschaft der Bezirkshauptstadt.

Gesundheitsversorgung im Fokus eines Runden Tisches (Foto: Edler von Rabenstein/stock.adobe.com)
Gesundheitsversorgung im Fokus eines Runden Tisches (Foto: Edler von Rabenstein/stock.adobe.com)

Rund ein Dutzend Allgemeinmediziner sind aktuell in Amstetten sowie in den Ortsteilen tätig. Fast alle davon waren beim Runden Tisch im Rathaus anwesend.

Ärzte stoßen an ihre Grenzen

Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser berichtet: „Aufgrund der hohen Nachfrage an medizinischen Leistungen stößt die Ärzteschaft an ihre Grenzen. Die Amstettner Ärzte betreuen, aufgrund der allgemein angespannten Situation bei der hausärztlichen Betreuung, neben Patienten aus dem Stadtgemeindegebiet auch Personen aus dem Umland. Zudem steigt wegen des Fachärztemangels die Nachfrage für fachärztliche Hilfe – vor allem im Bereich Kinder-, Frauen- und Hautärzte sowie der Kassenpsychiatrie. Hinzu kommt ein enormer Verwaltungsaufwand, welcher Ressourcen bindet und die Ärzteschaft fordert.“

Als Ursache für die momentane Situation werde unter anderem auf Entscheidungen und Entwicklungen der letzten beiden Jahrzehnte im Gesundheitsbereich verwiesen.

In diesem Zusammenhang appelliert die Ärzteschaft an die Bevölkerung, nur in akuten und dringenden Fällen das medizinische Versorgungsangebot am Wochenende in Anspruch zu nehmen.

Gemeinsame Lösungsansätze und weitere Vorgehensweise

Bürgermeister Christian Haberhauer: „Die Stadt Amstetten ist bemüht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Maßnahmen zu setzen, um die Situation für die Patienten sowie der Ärzte zu verbessern. Am 2. April nimmt die Primärversorgungseinheit in Mauer mit vier Allgemeinmedizinern ihre Tätigkeit auf. Die Ordination wird wochentags von 7 bis 19 Uhr geöffnet sein. Vorerst erfolgt die Versorgung in der bestehenden Ordination in Mauer. Bis Ende des Sommers ist die Übersiedelung in das neue Primärversorgungszentrum in Mauer geplant. Das Ärzteteam hat sich bereiterklärt, künftig an den Wochenenddiensten mitzuwirken. Damit ergänzen sie das bestehende Versorgungsangebot am Wochenende (1 Arzt pro Monat).“

Ebenfalls ab April öffnet eine neue Kassenordination für Haut- und Geschlechtskrankheiten im Ärztecenter. Generell werde die Stadt jede Ansiedlung von Ärzten „bestmöglich unterstützen“.

„Situation entspannen“

„Gemeinsam mit der Ärzteschaft wird die Stadt weitere Maßnahmen erarbeiten, um die Situation zu entspannen. Eine grundlegende Forderung der Stadt gemeinsam mit den Ärzten an die zuständigen und übergeordneten Stellen ist es, mehr Planstellen zu schaffen“, so Haberhauer weiter.

Gemeinderat hat Resolution verabschiedet

Um auf die Problematik hinzuweisen, wurde vom Gemeinderat in der letzten Gemeinderatssitzung eine Resolution an alle zuständigen Landesräte sowie an die Österreichische Ärztekammer und Österreichische Gesundheitskasse verabschiedet.

„In weiterer Folge sind Treffen mit den genannten Stellen geplant, um die Anliegen der Ärzte auch im persönlichen Gespräch vorzubringen. Wir möchten hier eine rasche und gute Lösung auf kommunaler Ebene erzielen“, erklärt Gesundheitsstadträtin Hochstrasser.

„Um die medizinische Versorgung am Wochenende nachhaltig zu verbessern, würde sich Amstetten als Pilotstadt eignen. Erste Ideen dazu wurden im Zuge unseres Gesprächs mit den Ärzten gefunden“, berichtet der Bürgermeister.„Gemeinsam mit Bürgermeister Christian Haberhauer möchte ich mich bei allen Ärztinnen und Ärzten für den Austausch am Runden Tisch herzlich bedanken“, so Gesundheitsstadträtin Hochstrasser.


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