Leserbrief: "Jakobsbrunnenweg Amstetten"
AMSTETTEN. Tips-Leser Alfred Köstler hat der Amstettner Redaktion einen Leserbrief zum Thema „Jakobsbrunnenweg“ gemailt.

„Die Diskussion um den Jakobsbrunnenweg scheint abgeflaut zu sein. Anrainer und Aktivisten lassen ebenso wenig hören, wie die Politiker, die den Umbau und die Umwidmung für notwendig erachten. Als nicht direkter Anrainer aber häufiger Benutzer des Weges möchte ich hier einige Gedanken teilen.
Gerade jetzt im Frühling und vor allem an den Wochenenden ist der Weg nicht nur Verkehrsweg, sondern auch ein in großem Umfang genutztes Naherholungsgebiet. Kaum ein Spaziergang durch Amstetten tangiert nicht zumindest Teile des Weges in seiner jetzigen Form. Fast jede Laufrunde führt über diesen Weg. Vor allem ältere Menschen und Personen mit kleinen Kindern schätzen diese Route. Hier braucht man kaum Rücksicht nehmen auf zu schnelle Radfahrer oder den Straßenverkehrswahnsinn.
Feuersalamander, Schlangen, Eichhörnchen, Rehe und eine Menge Insekten finden hier ein letztes Refugium mitten im Stadtgebiet und lassen sich mit etwas Ruhe und Geduld auch beobachten. Ein einzigartiges Erlebnis für kleine und große Entdecker. Nicht umsonst hat man vor vielen Jahren auf diesem Weg schon den ersten Naturlehrpfad der Region angelegt.
Vor der Schule oder am Weg zur Arbeit noch einmal aus der Natur Energie getankt, um für den Arbeitstag gerüstet zu sein. Oder am Weg nach Hause zur Ruhe kommen, vielleicht noch einmal kurz hinsetzen, durchatmen und den Vögeln zuhören. Das sind kleine Dinge mit großem Wert, die dieser Weg mit angrenzendem Wasserlauf jetzt noch bietet.
All das geht jetzt, ohne von nervösen Radfahrern angeklingelt zu werden. Die bestehende Radroute durch die Jahnstraße ist auch deutlich schneller und sicherer für alle. In Amstetten wurde in den letzten Jahren genug neu gebaut, betoniert und umgestaltet. Das hat der Stadt gut getan und es bleibt auch noch viel zu tun. Am Hauptplatz hat unsere Gemeindeführung gezeigt, dass Lebensräume attraktiver gestaltet werden können. Diesen Schwung und die Energie könnte man ja für das neue Viertel um den Bahnhof nutzen. Darum lasst uns den Jakobsbrunnenweg so wie er jetzt ist!“


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