Amstettner Stadtregierung sprach über Zukunftsthemen
AMSTETTEN. Am 26. Jänner 2025 finden in Niederösterreich die nächsten Gemeinderatswahlen statt. Die Amstettner Stadtregierung zog eine erste Bilanz und sprach über Zukunftsthemen.

„Wir haben in den letzten Jahren richtige Entscheidungen getroffen. So hat die Stadtgemeinde etwa 22 Hektar Grund gekauft. Flächen, die auch zukünftig verfügbar sind. Das hat Auswirkungen auf mehrere Generationen. Zudem gibt es in Amstetten rund 800 Arbeitsplätze mehr als vor fünf Jahren“, so Bürgermeister Christian Haberhauer.
Weiter vorantreiben wolle man die Bürgerbeteiligung, den „Bildungscampus Amstetten“, die Zentrumsentwicklung, den Masterplan Flächenverbrauch oder etwa Primärversorgungszentren.
Klimaneutralitätsfahrplan 2040
Ein Schwerpunkt sei der Klimaneutralitätsfahrplan 2040. Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder: „Hier werden Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur CO2-Reduktion konkretisiert Der Fahrplan soll bis Ende 2025 fertig sein.“
Aktuell arbeite man mit den Stadtwerken an einer Treibhausgas-Bilanzierung. Dabei setze Amstetten als eine der ersten Gemeinden Österreichs auf Satellitendaten.
Abgesehen vom Renaturierungsprojekt der Url in Winkling, „das bald in Umsetzung gehen wird“, seien auch Baumpflanzungen ein großes Thema. „Wir haben heuer 116 Straßenbäume gesetzt, 43 werden folgen“, so Hörlezeder, der die Bevölkerung dazu einlädt, Ideen zu weiteren benötigten Schattenplätzen entlang der Straßen einzubringen.
„Manchmal ist es aufgrund geänderter Normen allerdings nicht mehr möglich, auf Grünstreifen entlang von Straßen Bäume zu pflanzen, weil etwa ein bestimmter Abstand zu verlegten Leitungen eingehalten werden muss. Das ist etwa in der Rauscherstraße in Neufurth der Fall. Hier führen wir Gespräche, um eventuell auf dem Grund des dort liegenden Einkaufszentrums Bäume pflanzen zu können“, erklärt Hörlezeder.
Mobilitätslabor
Zum Thema Mobilität äußerte sich Vizebürgermeister Markus Brandstetter: „Wir haben ein Mobilitätslabor installiert und kooperieren hier mit Wirtschaft, Gemeinden und Fachhochschulen.“ Innerstädtisches Ziel sei, dass Familien auf ein teures Zweitauto verzichten können.
Eine wichtige Rolle spielen hier laut Brandstetter CityBus, CityAST, NextBike-Stationen sowie Synergien mit den Umlandgemeinden.
„Wir wollen uns auch verstärkt das in einigen Umlandgemeinden bereits umgesetzte Projekt EMIL (Elektromobilität im ländlichen Raum) anschauen“, so Brandstetter.
Wichtige Themen seien auch das Schwammstadtkonzept, die Hochwasserschutzmaßnahmen oder etwa Hitzeanalysen mit Drohnen. „An Hitzetagen ist es wichtig, dass es für die Bevölkerung Bereiche zur Abkühlung gibt. Wir wollen diesbezüglich ein 'Netzwerk der besonderen Plätze' erstellen“, erklärt Brandstetter.
Sozialer Bereich
Im sozialen Bereich sei die langfristige Liefersicherheit für den soogut-Sozialmarkt von Bedeutung. Hier sei man auf der Suche nach Kooperationspartnern. „Die ÖVP Amstetten hat bisher 4,5 Tonnen an Lebensmitteln finanziert und geliefert“, so Brandstetter.
Auch die überparteiliche Initiative „Amstettner Kinderglück“, die beispielsweise gemeinsam mit Kooperationspartnern 270 Eintrittskarten für das Amstettner Stadtbad und das Heidebad gekauft und über Amstettner Sozialeinrichtungen an bedürftige Familien verteilt hat, arbeite bereits an neuen sozialen Projekten.


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