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STADT HAAG. Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) berichtet, wurde über das Vermögen der Cleen Energy AG mit Sitz in Haag ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Die Passiva betragen rund 8,9 Millionen Euro. Betroffen sind 13 Dienstnehmer und 108 Gläubiger.

 (Foto: Marco2811/stock.adobe.com)
(Foto: Marco2811/stock.adobe.com)

Die Cleen Energy AG bietet Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen alternative Energien und Energieeffizienz an. Dabei liegt der Fokus auf der Errichtung und Planung von Photovoltaik-Anlagen.

Insolvenzursachen

Schon im Jahr 2022 war die Cleen Energy AG in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Ein operativer Verlust sowie hohe Verbindlichkeiten hatten dazu geführt, dass zahlreiche Maßnahmen von Investoren und Gläubigern getroffen wurden, um fällige kurzfristige Verbindlichkeiten zu reduzieren und die Liquidität des Unternehmens zu sichern.

Jedoch musste im Herbst 2023 eine erneute Kapitalzufuhr die Liquidität und die positive Fortbestehensprognose sichern, heißt es in einer Aussendung des KSV1870. Zunächst waren die getroffenen Maßnahmen erfolgreich, jedoch konnten aufgrund der aktuell schwierigen Situation in Europa das erwartete Umsatzniveau nicht erreicht und daher auch keine positiven Ergebnisse zur Schuldenreduktion erzielt werden.

Die nach wie vor sehr hohen Verbindlichkeiten und die erforderlichen Tilgungen verschlechterten die Liquiditätssituation der Antragstellerin im vierten Quartal 2024 wieder, sodass die Konsequenzen in Form des vorliegenden Antrages auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwalter gezogen werden mussten.

Sanierungsplan

Den Gläubigern wird im Rahmen eines Sanierungsplans die gesetzliche Mindestquote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren, angeboten. Ob diese Quote angemessen und erfüllbar ist, wird vom KSV1870 geprüft.

Ausblick

Die Finanzierungsgrundlage für den Sanierungsplan soll einerseits mithilfe eines Investors und andererseits aus dem Fortbetrieb des Unternehmens erwirtschaftet werden. „Der Insolvenzverwalter wird nunmehr rasch zu prüfen haben, ob eine kostendeckende Fortführung des Unternehmens möglich ist und die Sanierungsbestrebungen tatsächlich aufrechterhalten werden können“, so Brigitte Dostal vom KSV1870.

Ab sofort können Gläubigerforderungen bis zum 11.02.2025 über den KSV1870 angemeldet werden. Mail: ins.forderungen@ksv.at

Zum Insolvenzverwalter wurde Wolfgang Strasser, Rechtsanwalt in 4300 St. Valentin bestellt. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung findet am 25.02.2025 statt. Über den Sanierungsplan wird in der Sanierungsplantagsatzung am 13.08.2025 abgestimmt.


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