E-Ladepark Amstetten offiziell eröffnet
AMSTETTEN. Im Beisein von Bundesminister Norbert Totschnig, Landeshauptfrau Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bürgermeister Christian Haberhauer (alle ÖVP) und vielen weiteren Festgästen eröffneten die Stadtwerke Amstetten am Freitag (19. September) einen der größten E-Ladeparks Österreichs auf der Oiden in Amstetten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche statt.

Nach einer gemeinsamen Podiumsdiskussion mit Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Bürgermeister Christian Haberhauer konnten die Besucher die Mobilitätswende hautnah erleben.
An mehreren Informationsständen wurde rund um das Thema Elektromobilität aufgeklärt, außerdem standen Elektroautos für Testfahrten bereit. Als einer der größten Ladeparks Österreichs umfasst die Einrichtung in Amstetten mehr als 3.000 Quadratmeter und rund 40 Ladeplätze mit Ultraschnellladestationen von bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung sowie ein breites Rahmenangebot.
Österreichweites Vorzeigeprojekt
„Die Mobilitätswende ist ein wichtiger und notwendiger Schritt für eine lebenswerte Zukunft – in Amstetten ebenso wie weltweit. Mit dem E-Ladepark setzen wir ein Zeichen in der Region und schaffen eine moderne Infrastruktur, mit großer Bedeutung für die Amstettner Bevölkerung wie auch für Durchreisende“, eröffnete Jürgen Hürner, Geschäftsführer der Stadtwerke Amstetten, die Feier.
Der neue Ladepark gilt als österreichweites Vorzeigeprojekt und wurde von der neu gegründeten Ladewerke Amstetten GmbH, einer Tochterfirma der Stadtwerke Amstetten GmbH, und deren Partnern in nur vier Monaten Bauzeit realisiert.
Er bietet fast alles, was E-Mobilisten auf kurzen oder langen Strecken benötigen. Im Vollausbau umfasst der Ladepark insgesamt 50 Ladeplätze, von denen bereits seit Anfang August 38 mit Ultraschnellladestationen mit einer Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt in Betrieb sind.
Zudem stehen ein Aufenthalts- und Versorgungsangebot, ein Spielbereich für Kinder, WC-Anlagen, Grünflächen mit Hundeauslauf und ein regionales Verpflegungsangebot zur Verfügung. Um jedem Bedarf gerecht zu werden, bietet der Ladepark einen optimalen Mix an Betreibern: Die Stellflächen sind an EVN, Ionity und Tesla vermietet.
Diskussion über die Mobilitätswende
Nach einer Begrüßung durch Jürgen Hürner sprachen Bundesminister Norbert Totschnig, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Bürgermeister Christian Haberhauer in einer Podiumsdiskussion über die Mobilitätswende. „Die Elektromobilität ist ein zentraler Hebel, um unsere Klimaziele zu erreichen. Moderne Ladeparks wie hier in Amstetten treiben die Entwicklung weiter voran“, betonte Totschnig.
Pernkopf ergänzte: „Auch Elektroautos brauchen Treibstoff, nämlich jenen, der aus der Steckdose kommt. Der neue Ladepark schafft daher zusätzliche Angebote für die gesamte Region.“
Bürgermeister Haberhauer hob die regionale Wertschöpfung hervor: „Elektromobilität braucht Infrastruktur – und genau die schaffen wir hier vor Ort. Das stärkt unsere Region. Wir investieren in die Zukunft von Amstetten – mit sauberer Energie, moderner Infrastruktur und einem klaren Bekenntnis zum Klimaschutz.“
Die Diskutanten waren sich einig, als Jürgen Hürner zusammenfasste: „Für den Erfolg der Mobilitätswende braucht es Investitionen, ein klares Zeichen der Akteure und den Willen zur Veränderung. Mit der Eröffnung des neuen Ladeparks ist Amstetten diesem Ziel jedenfalls einen Schritt näher.“
EVN-Vorstandsdirektor Stefan Stallinger gab einen Ausblick: „Als Österreichs größter Ladestationsbetreiber wollen wir unseren Kunden stets geeignete Ladelösungen bieten. Bis 2030 investieren wir rund 100 Millionen Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur.“
Unterhaltung, Tests und Information
Die Stadtwerke Amstetten sowie ENU, EVN, Ionity und Tesla standen für Fragen zur Verfügung. Auf einer Ausstellung präsentierten regionale Autohäuser mehr als 30 Elektrofahrzeuge, die bei Probefahrten getestet werden konnten. Für musikalische Begleitung sorgte der Musikverein Amstetten. Kinder wurden durch ein spezielles Programm unterhalten, während der Bistrobetreiber „In the Box 21“ die Gäste kulinarisch versorgte. Der neue E-Shuttlebus (N-Bus), der seit Juli dieses Jahres im Einsatz ist und zu 100 Prozent mit Ökostrom aus dem eigenen Wasserkraftwerk betrieben wird, garantierte eine autofreie An- und Abreise.
Pilotprojekt für weitere Standorte
Der Ladepark dient als Pilotprojekt für weitere Anlagen dieser Größenordnung: „Auf der Oiden evaluieren wir den laufenden Betrieb und können geeignete Maßnahmen für eine mögliche Erweiterung oder weitere Standorte ableiten“, erklärte Harald Stressler, Prokurist der Ladewerke Amstetten GmbH, abschließend.


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