Missionsarbeit in Senegal: Schwester Mariangela Mayer aus Andorf hat ihr Leben Gott verschrieben
ANDORF/SANDIARA. Schwester Mariangela Mayer vom Orden der Ursulinen hat ihr Leben Gott verschrieben. Heute lebt und arbeitet die gebürtige Andorferin in Senegal, Westafrika und setzt sich für die Erziehung und Bildung von Kindern, vor allem von Mädchen ein.

„Das Leben als Ordensschwester ist weit weg von den Klischees von Sister Act oder anderen Filmen“, sagt Berta Mayer, so der Taufname von Schwester Mariangela. Weit weg von ihrer Heimatgemeinde Andorf, in Senegal, lebt sie, um Kindern Bildung näher zu bringen.
Ein abenteuerlicher Weg beginnt
1957 als Ältestes von fünf Kindern geboren verbrachte sie ihre Kindheit auf einem Bauernhof in Seifriedsedt in der Gemeinde Andorf. Der Glaube spielt eine wichtige Rolle im Leben der heute 59-Jährigen. Eine innere Beziehung zu Jesus verspürte diese schon immer. Schon während ihres Studiums der Mathematik und Religionspädagogik war die Andorferin in der Kirche engagiert. „Meine Vorstellung von meiner Zukunft war bis dahin eher klassisch gewesen: Beruf, Familie, Häuschen, wohlgeordnet und überschaubar“, sagt Schwester Mariangela.
Aufbruch nach Senegal
An einem vorweihnachtlichen Nachmittag im Jahr 1979 nahm ihr Leben eine Wendung. Ein Besuch bei einer Schwester der Ursulinen in Salzburg-Glasenbach besiegelte ihren Weg. Wie abenteuerlich dieser noch werden würde, ahnte die Andorferin damals nicht. Eine innere Unruhe führte sie 1987 ins afrikanische Senegal. Das Jahr 2007 brachte für Schwester Mariangela eine weitere große Veränderung. Sechs Jahre lang durfte sie in der Generalleitung des Ordens in Rom mitarbeiten. Neben viel Verwaltungsarbeit standen sehr bereichernde Besuche bei den Ursulinen weltweit auf der Tagesordnung und hinterließen einen bleibenden Eindruck. Seit 2014 ist sie zurück in Senegal.
Bildungssituation in Sandiara
2013 haben die Ursulinen in Sandiara einen dreigruppigen Kindergarten eröffnet, den heute 80 Kinder besuchen. Im Herbst 2016 öffnete die Volksschule mit einer ersten Klasse mit 26 Mädchen und 19 Buben. Diese Einrichtungen haben das Leben der Kinder und der Familien verändert. In kleinen Schritten werden die Kinder auch zur Hygiene erzogen. Auch die Sorge um eine saubere Umwelt wird ihnen näher gebracht. So hat Schwester Angélique gleich zu Beginn Bäume gepflanzt, die nun Schatten geben, und Mistkübel aufgestellt, damit die Kinder lernen, Abfälle nicht einfach fallen zu lassen. Da die Kleinen aus verschiedenen Dörfern, von verschiedenen Volksgruppen stammen, stecken die Schwerstern auch in die Erziehung zur Gemeinschaft viel Energie.
Wert der Bildung erkannt
Zwar gibt es in der Nähe einen öffentlichen Kindergarten, eine Grundschule und eine Oberstufenschule, doch die Klassen dort sind überfüllt. Die Eltern haben den Wert und den Unterschied in der Qualität der Grundschule der Ursulinen erkannt, schaffen es aber zumeist nicht, für die Bücher und die Schulgebühren aufzukommen. Aus diesem Grund bemühen sich die Ordensschwestern, den Beitrag für die ländliche Bevölkerung möglichst gering zu halten. „Das Schulgeld deckt nicht einmal unsere Kosten“, sagt Mariangela. „Trotzdem ist es für viele Eltern zu hoch. Mit Spenden wollen wir möglichst vielen die Schule zugänglich machen.“
Notwendiges fehlt
Im neuen Schuljahr kommt eine weitere Klasse dazu. Der Grundschule fehlt noch Dringendes. Erst eine Klasse ist mit Tischen und Stühlen für die Kinder wie für die Lehrerin eingerichtet.
Langer, gefährlicher Schulweg
Da die Kleinen teils einen langen Schulweg haben, der für sie zu anstrengend und auch zu gefährlich wäre, bringt sie täglich ein Bauer mit seinem Pferd und Wagen von und zur Schule. Auch dieser Transport muss während des Schuljahres finanziert werden. Alles in allem werden rund 8000 Euro benötigt.
Jede Spende kommt an, wo sie gebraucht wird
Mit einer kleinen Spende kann man die Familien in Sandiara unterstützen. Die Missionsstelle der Diözese Linz nimmt diese für die Grundschule der Ursulinen in Sandiara entgegen und leitet sie weiter. „Sie können sicher sein, dass jeder Betrag gut verwendet wird“, verspricht Schwester Mariangela.
Spendenkonto
Missionsstelle
Kennwort: Senegal
IBAN: AT 715400000000383117
BIC: OBLAAT2L


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