Auto fing nach Unfall Feuer – ehemaliger Ansfeldner FF-Kommandant wurde zum Lebensretter
ANSFELDEN/LINZ. Zum Lebensretter wurde ein Pensionist in Ansfelden. Ein Linzer verursachte einen schweren Verkehrsunfall, das Auto fing Feuer und der Lenker konnte sich nicht mehr selbst befreien. Bevor es zu diesem Unfall kam, verursachte der 26-Jährige einige weitere Unfälle, die Ermittlungen dazu laufen.

Der 26-jährige Pole aus Linz war am 9. Mai am späten Nachmittag in Audorf in Richtung Ansfelden mit dem Auto seiner Freundin unterwegs. Er touchierte dabei einen entgegenkommenden Pkw. Durch die Wucht des Anpralls versetzt, touchierte der 26-Jährige noch zwei Stahlsteher eines Parkplatzes sowie zwei Straßenleitpflöcke.
Fahrt fortgesetzt und schließlich auf Dach gelandet
Aber: Der Unfalllenker setzte seine Fahrt ohne Anzuhalten fort. Einige 100 Meter weiter kam er in einer langgezogenen Rechtskurve wiederrum auf die Gegenfahrbahn, wobei er wieder einen entgegenkommenden Pkw, gelenkt von einer 56-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land, touchierte. Die 56-Jährige wurde verletzt.
Dabei überschlug und drehte sich der Pole mit dem Pkw, wobei er schließlich - nachdem er noch eine Einfriedung durchschlug - in einer Einfahrt auf dem Dach zum Liegen kam. Unmittelbar danach begann der PKW des Polen im Motorraum zu brennen.
Ehemaliger FF-Kommandant konnte Bewusstlosen aus dem Auto holen
Anrainer verständigen sofort Rettung, Feuerwehr und Polizei. Der 26-Jährige versuchte noch sich aus dem brennenden Pkw selbst zu retten, wurde dabei jedoch bewusstlos. Durch das beherzte Eingreifen des zufällig anwesenden 71-jährigen ehemaligen Pflichtbereichskommandanten der FF Ansfelden, der mit seiner Lebensgefährtin spazieren ging, konnte der Unfalllenker aus dem Pkw geborgen werden. Der 71-Jährige zog dabei den Bewusstlosen durch die geborstene Seitenscheibe der Beifahrertür.
Zwischenzeitlich konnte der brennende Pkw von anderen Zeugen mithilfe von Feuerlöschern gelöscht werden.
Bluttest angeordnet
Nach Erstversorgung des Verletzten 26-Jährigen und der 56-Jährigen wurden diese in Krankenhäuser nach Linz eingeliefert. Mit dem 26-Jährigen konnte aufgrund der medizinischen Versorgung bzw. seiner Bewusstlosigkeit kein Alkomattest durchgeführt werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Linz wurde eine Sicherstellung des Blutes angeordnet.


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