Heimatverbundener Weltenbürger - ein Ansfeldner Original
ANSFELDEN. Einen Namen hat er sich als Reisender, Fotograf und Naturbegeisterter gemacht. Sepp Friedhuber hat viel gesehen und immer beeindruckende Bilder und Geschichten mitgebracht. Als Lehrer in Pension ist er noch immer in verschiedenen Ecken der Welt unterwegs.

Reisen ist für Sepp Friedhuber kein Selbstzweck, aber doch sehr wichtig. „Da kann man dann immer über den Tellerrand hinausblicken“, sagt er. Gesehen hat er einiges, als Fotograf und Mitarbeiter bei Universum-Dokus brachte er seine Eindrücke auch anderen immer nahe.
In eisigen Regionen
Obwohl als ehemaliger Lehrer längst in Pension, ist er viel unterwegs. In letzter Zeit standen die arktischen und antarktischen Gebiete in seinem Fokus. Das Besondere daran: „Als Fotograf ist es das Licht dort“, erklärt er, „man erlebt dort eine völlig unberührte, lebensfeindliche Natur.“ Begonnen habe alles im Zuge der Mitarbeit bei einer ORF-Dokumentation über die Beringstraße. Die Kontakte von damals haben ihn auf russische Eisbrecher ins Packeis geführt. Nordostpassage, Franz-Josefs-Land und andere abgelegene Arktisgebiete hat er seither bereist.
In letzter Zeit sind immer mehr die Themen des Klima- und Naturschutzes in den Vordergrund gerückt. In der Arktis hat er die enormen Auswirkungen des Klimawandels in den letzten Jahren direkt vor Ort mitansehen können. „Seit 1997 hat sich die Fläche des permanenten Eises in der Arktis halbiert, auch die Eisdicke ist stark zurückgegangen: Es ist dramatisch, es gibt gar keine Eiszuwächse mehr.“
Ökologie und Reisen
Natürlich hinterlasse er aufgrund seiner Reisen immer wieder einen beträchtlichen ökologischen Fußabdruck. „Wenn man nach Afrika will, kann man nicht mit dem Fahrrad fahren, das ist klar.“ Er versuche aber, den Klimaschutz in seinem Einflussbereich so gut wie möglich zu berücksichtigen. Naturschutz vor der Haustür
Nach seinem Lebenswerk gefragt, nennt der Ansfeldner seinen Einsatz zur Bewahrung des Warscheneck-Gebietes vor der projektierten Schischaukel. Das Bemühen um den Naturschutz sei ihm eben auch und vor allem in seiner Heimat wichtig. Was ihn aber wieder in die weite Welt treiben wird, ist ein Herzensprojekt, das er umsetzen will: ein Buch über Afrika.
Ehrenring der Stadt
Am 19. Oktober ehrt Ansfelden ihren über die heimatlichen Grenzen hinaus bekannten Bürger Sepp Friedhuber mit dem Ehrenring der Stadt. Zeitgleich gibt er wieder ein Buch zu seiner Heimatstadt heraus. Nachdem im letzten Jahr der Band „Ansfelden – 1918 bis 2018“ mit zeitgeschichtlichen Dokumenten erschienen ist, wird das neue Werk „Ansfelden – Luftbilder 2018 und 2019“ ab 19. Oktober wieder am Stadtamt erhältlich sein.Und nach dem schönsten Fleckerl in Ansfelden gefragt, lautet die Antwort des Vielgereisten ohne Zögern „der Ziehberg“.


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