Ikea Österreich verzeichnet Umsatzplus von 3,9 Prozent
ANSFELDEN. Mit einem Plus von 3,9 Prozent konnte Ikea Österreich erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr abschließen. Der Umsatz stieg per 31. August 2018 auf gesamt 760,9 Millionen Euro (inklusive Mehrwertsteuer). Im Fokus standen dabei vor allem die Nähe zum Kunden und die Entwicklung innovativer Projekte, die dem massiv im Umbruch befindlichen Konsumverhalten entgegenkommen, meldet Ikea Österreich am 10. Oktober.

Das geänderte Konsumverhalten spiegelt sich in der Geschäftsentwicklung von Ikea Österreich. Denn der E-Commerce-Bereich, vor wenigen Jahren kaum existent, entwickelt sich stetig und rasch. Mit einem Wachstum von knapp 27 Prozent konnte das Onlinegeschäft heuer massiv zulegen. Gewachsen ist auch die Zahl der Online-Visits: 30,4 Millionen Menschen haben ikea.at im abgelaufenen Geschäftsjahr besucht.
Umatz steigt
Auch die Ingka Gruppe, zu der die Ikea Austria GmbH gehört, hat soeben ihre Umsatzzahlen vorgestellt. Die Ingka Gruppe ist der größte Ikea Franchisenehmer mit insgesamt 367 Ikea Einrichtungshäusern in 30 Märkten und mit 158.500 Mitarbeitern. Der Name Ingka fußt auf dem Namen von Firmengründer Ingvar Kamprad.
Die Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2018 für den IKEA Retailbereich ein Umsatzwachstum auf 34,8 Milliarden Euro verzeichnen (zum Vergleich: 34,1 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2017). Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 4,7 Prozent.
Während des Jahres hat die Ingka Gruppe Zuwächse im Großteil ihrer 30 Märkte, von denen China einer der am schnellsten wachsende ist, verzeichnet. Das Unternehmen hat zwölf neue Einrichtungshäuser eröffnet, darunter das erste in Indien. Die Besucherzahlen in den insgesamt 367 IKEA Einrichtungshäusern stiegen um drei Prozent auf 838 Millionen Besucher. Parallel dazu wuchs die Zahl der Besucher auf ikea.com um zehn Prozent auf 2,35 Milliarden Onlinebesucher.
Logistikzentrum Strebersdorf
Eines dieser Projekte befinde sich bereits im Bau: In Strebersdorf im Norden Wiens wird derzeit ein Logistikzentrum errichtet. Von dort aus soll ab Ende 2019 die Direktbelieferung der Kunden aus ganz Österreich erfolgen. Vor allem für den Großraum Wien wird dies deutlich kürzere Wege und damit auch extrem kundenfreundliche, rasche Lieferzeiten bedeuten. Mehr als 70 Millionen Euro investiert Ikea Österreich in diesen Logistikstandort.
Citystore
Das augenfälligste Projekt von Ikea Österreich sei aber der weltweit erste echte City Store von Ikea, der am Wiener Westbahnhof geplant ist. Das von Ikea gemeinsam mit dem Wiener Architekturbüro „querkraft“ entwickelte Gebäude wird völlig anders aussehen: Errichtet auf mehreren Etagen, mit begrünten Fassaden und einem öffentlich zugänglichen, ebenfalls begrünten Dach. Ikea investiert an die 100 Millionen Euro in das Projekt, das für die gesamte Ikea-Welt als Pilotprojekt dienen soll. Das Haus wird keine Selbstbedienungshalle haben – die Möbel und alle größeren Einrichtungsgegenstände werden „zu sehr günstigen Preisen“ nach Hause geliefert. Das entspreche sowohl dem sich wandelnden Mobilitäts- als auch dem geänderten Konsumverhalten, das immer mehr in Richtung Onlinebestellung und mehr Services geht.


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