Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ARBESBACH. Unzählige Raritäten, Krimskrams und Sammlerstücke sowie in jedem Fall viel Zeitgeschichte finden sich in Hasl“s kleinem Museum der Vielfalt in Arbesbach wieder. Interessierte sind zwar immer herzlich willkommen, am 1. aber lädt Alois Hasl ganz offiziell zum Tag der offenen Tür. Und da werden dem staunenden Besucher mit Garantie viele, schon fast vergessene Gegenstände begegnen.

In seinem Besitz: Eine Zeitung von seinem Geburtsjahr, vom 9. April 1937; Fotos: KaVo
  1 / 3   In seinem Besitz: Eine Zeitung von seinem Geburtsjahr, vom 9. April 1937; Fotos: KaVo

Einer dieser fast vergessenen Gegenstände ist ein Kaffeeröster, der einen fixen Platz in Hasl“s Museum hat. Ein Stück, dem um 1900 noch große Bedeutung zukam, weiß der Besitzer. Einmal eingeheizt, wird der Rohkaffee eingefüllt und so lang über eine Kurbel dreht, bis die Bohnen ihre typische Farbe angenommen hat. „Ich habe sogar mal Kaffee frisch geröstet und verkauft, immer wieder haben mich die Leute nach diesem gefragt“, schmunzelt der ehemalige Kaufmann, der früher in diesen Räumlichkeiten eine Gemischtwarenhandlung betrieb.

Jedes Stück hat seine Geschichte

In der Pension erfüllte er sich mit dem kleinen Museum der Vielfalt seinen Traum. Und das wird seinem Namen vollends gerecht, schließlich trifft man hier die komplette Bandbreite seiner Sammelleidenschaft an. So finden sich rund 100 verschiedene Uhren, von der schweren Pendeluhr bis zur Motivuhr mit Elvis Presley samt rosa Cadillac. Allerdings geht nur eine in der Sammlung richtig. Ein ganz besonderes Stück ist die Schwarzwälder-Viertelstunden-Uhr. „Um halb vier läutet diese zweimal hell und dreimal dunkel, dann weiß ich genau, es ist zwei Viertelstunden nach drei“, erklärt Herr Hasl. Das komme noch aus der Zeit, wo man nachts kein Licht machen konnte. Und so hat er nahezu zu jedem und allem eine Geschichte.

Nahezu jedes Plätzchen besetzt

Weiter schweift der Blick über eine Reihe, besser gesagt über 400 Stück, von Häferl aus alter und neuer Zeit. Darunter auch ein weit gereistes, das vom Christkindlmarkt aus Jakarta (Indonesien) stammt. Ob Nähmaschinen, Radios, Telefone, Bierkrüge, Bierdeckel, altes Schuster- oder Tischlerwerkzeug, sakrale Gegenstände, alte Kassensysteme und Schreib- und Vervielfältigungsmaschinen oder jede Menge Feuerzeuge, nahezu jedes Plätzchen im Raum ist bereits besetzt.

„In diese Kisten wurden nach dem Krieg 1945 Dosen gepackt, es waren Hilfspakete, die vor allem den Kindern zugute kamen“, erläutert Hasl und deutet auf eine solche.

50 Jahre Sammelleidenschaft finden sich in diesen Räumlichkeiten wieder. Letztes Jahr hat er das Museum eröffnet. Für den nächsten Monat haben sich schon sieben Autobusse angemeldet, etwas das ihn besonders freut. Am Palmsonntag wurde Alois Hasl übrigens 80 Jahre alt und wie die meisten seiner Raritäten hat auch er sich sehr gut gehalten - und das ganz ohne viel zu sporteln, wie er zum Abschluss schmunzelnd verrät.

Tag der offenen Tür in Hasl“s Museum

  • 1. Mai, von 10 Uhr bis 16 Uhr
  • 3925 Arbesbach Nr. 70
  • Besichtigung bei telefonischer Vorankündigung gerne möglich: 02813/71138 oder 06644026410

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden