Neue Kreuzungen sollen Blutvergießen in der B3-„Todeszone“ beenden
ARBING. Zu den größten Problemzonen auf der B3 zählt der sechs Kilometer lange Abschnitt zwischen Tobra und Puchberg, auf dem seit 1990 bei 226 Verkehrsunfällen 22 Personen getötet und 334 weitere teils schwer verletzt wurden. Bürgermeister Josef Hiesböck fordert nun für die „Todeszone“ ein neues Verkehrskonzept.

„Die Abfahrten im Bereich der Sportanlage Arbing, nach Frühstorf, Puchberg und Kolbing/Deiming, sind, in Verbindung mit den hohen Geschwindigkeiten, sehr oft Auslöser dieser schweren Unfälle“, weiß Hiesböck, der als Polizist viel zu oft selbst in die menschlichen Tragödien involviert war. Geschwindigkeitsverringerungen alleine sieht der Ortschef nicht als zielführend an: „Es wäre blauäugig zu glauben, dass mit Geschwindigkeitsbeschränkungen dem Einhalt geboten werden könnte. Eine nachhaltige Entschärfung wird erst die deutliche Verringerung der in die B3 einmündenden Straßen bringen. Daher ist der Neubau von zwei Kreuzungen nötig. Eine im Bereich zwischen Arbing und Frühstorf sowie eine, welche die Einmündungen Puchberg, Roisenberg, Kolbing und Deiming zusammenfasst. Es sollte sofort begonnen werden ein Gesamtkonzept für die Entschärfung der Verkehrssituation auf der B3 in diesem Bereich zu erstellen.“ Dies könnte Hand in Hand mit den Maßnahmen der ÖBB gehen, die derzeit mit den Planungen der technischen Sicherung und Schließung von Eisenbahnkreuzungen befasst sind. Zeit möchte Hiesböck nicht mehr viel verstreichen lassen: „Ein weiteres Hinauszögern dieser Maßnahmen würde an Fahrlässigkeit grenzen. Die derzeitige Situation ist den Anrainern und den Verkehrsteilnehmern nicht mehr zuzumuten.“ Auch die Nachbargemeinde Baumgartenberg ist über geplanten Maßnahmen an der Gemeindegrenze informiert und trägt diese Überlegungen mit.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden