Menschhorn sorgt mit Stift und Pinsel für Psychohygiene
BAD GOISERN. Schon als Kind bemalte er seine Zimmerwände, als Schüler begeisterte er seine Klassenkameraden mit lustigen Zeichnungen – heute zeichnet und malt Wolfgang Menschhorn vermehrt für seine Psychohygiene.

Der Bad Goiserer hat Vielen eines voraus: Er kann das Kopfschütteln und seine Verwunderung über die Absurditäten des Alltags und der Politik kreativ bewältigen – und zwar mit Stift und Pinsel. An Themen für seine Zeichnungen mangelt es nicht – die reichen von undurchschaubaren Rodungsarbeiten entlang der Eisenbahnstrecke, Eurofighter-Überflüge über das Goiserer Tal bis zu den Eskapaden sogenannter Promis. „Wenn mir was einfällt, muss es sofort umgesetzt werden. Da unterbreche ich auch meine Arbeit. Das brauche ich für die Psychohygiene“, so der 46-jährige selbständige Grafiker, der mit seinem Büro im Goiserer „Baumhaus“ an der B145 residiert.
Der genetische Teil seines Talents dürfte auf seinen Onkel, der Grafiker war, und seinen früh verstorbenen Vater, einem Bildhauer, zurückzuführen sein. Inspiriert wurde er als Kind von den Comic-Klassikern – Clever & Smart, Asterix, Fix & Foxi. Das Kind im Manne blieb Menschhorn jedenfalls auch nach dem Studium an der „Grafischen“ in Wien, den Mühen des Geldverdienens und der Geburt des ersten Sohnes erhalten. Für seine beiden Kinder gab“s anstatt Gute-Nacht-Geschichten zum Schlafengehen selbst gemachte Comics zum Anschauen. „Ich habe für sie auf einem A3-Blatt eine Zeichengeschichte mit je sechs Bildern gezeichnet – die Piratenmäuse. Das ist immer gut angegekommen.“
Ausstellung in der Goiserer Galerie 4822
Momentan stellt der Goiserer seine erste öffentliche Schau nach 20 Jahren zusammen. Diese wird unter dem Titel „Blödsinn“ am Freitag, 13. Oktober, um 19 Uhr in der Galerie 4822 eröffnet.


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