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BAD GOISERN. Am kommenden Wochenende besucht der Bürgermeister der chinesischen Welterbestadt Leshan mit einer 10-köpfigen Delegation die Welterberegion Hallstatt-Dachstein Salzkammergut. Bereits Wochen zuvor wurde ein Replikat des Wahrzeichens von Leshan auf die weite Reise geschickt.

Der Original-Buddha in Leshan - eine zwei Meter große Nachbildung übergibt eine chinesische Delegation am Sonntag am Krippenstein. Foto: XHC Reisen

Das ca. 2 Meter hohe Kunststoff-Modell des originalen steinernen „Buddha von Leshan“ soll als Inspiration für ein Gemeinschaftsprojekt mit Künstlern aus beiden Welterbe-Regionen dienen. Am Sonntag, 2. Juli, wird in Bad Goisern bereits am Morgen Bürgermeister Zhang Tong aus Leshan und seine Delegation aus der Provinz Sichuan offizizell begrüßt. Anschließend erfolgt bei der Bergstation der Krippenstein Seilbahn die offizielle Übergabe des symbolisch nachgefertigten Buddha-Modells.

Buddha-Geschenk als Wunsch zur Kooperation

Auf dem Krippenstein Hochplateau wird zu Ehren der chinesischen Delegation auch ein Druck des Original-Buddhas platziert. Die Geste soll den Wunsch nach künftigen Gemeinschaftsprojekten und einer Vertiefung der Zusammenarbeit bekräftigen. In weiterer Folge ist eine Kooperation mit Künstlern aus beiden Welterbe-Regionen geplant. Gemeinsam soll eine Umsetzung des Buddha von Leshan im Einklang mit dem Naturjuwel Krippenstein erarbeitet werden. Der Krippenstein wurde als Pendent zum Berg Emei in der Provinz Sichuan, in der auch die Stadt Leshan liegt, gewählt. Der Krippenstein zählt außerdem zu den Fixpunkten der Kulturtouristen aus China, die mittlerweile ein relevanter Teil an der regionalen Tourismuswirtschaft sind.

Konstruktive Partnerschaft

Peter Ellmer, Bürgermeister von Bad Goisern und Vorsitzender des Welterbevereins war bereits beim Antrittsbesuch im Herbst 2016 in Leshan dabei: „Seit vielen Jahren suchen wir den Austausch mit Welterbe-Regionen überall auf der Welt. Wir freuen uns besonders, dass wir in China eine so konstruktive Partnerschaft pflegen. Es gibt wenige so vergleichbare Welterbe-Regionen und wir können Vieles voneinander lernen.“

Alfred Bruckschlögl, Vorstandsdirektor der Dachstein Tourismus AG, zeigt sich von den Parallelen begeistert: „Ich freue mich sehr auf die Gespräche mit den Gästen aus China. Auch in der Provinz Sichuan gibt es mit dem Berg Emei einen Dreitausender. Er ist das Pendent zum Dachstein-Krippenstein.“

Obertrauns Bürgermeister Egon Höll ist überzeugt, dass es für die Zusammenarbeit Toleranz braucht: „Wir sitzen in gewisser Weise im selben Boot. Es ist wichtig, unseren Partnern mit Wertschätzung für ihr Welterbe zu begegnen und der Buddha ist hier das Symbol der Begegnung.“


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