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BAD HALL. Bürgermeister Bernhard Ruf spricht im Interview über seine bisherige Amtszeit, das Scheitern des großen Tourismusverbandes, die Stadttheater-Sanierung und eine zeitgemäße Kinderbetreuung.

Der Kurpark lädt Einheimische und Gäste zum Verweilen ein. Foto: geh
  1 / 2   Der Kurpark lädt Einheimische und Gäste zum Verweilen ein. Foto: geh

Tips:Sie sind jetzt seit über fünf Jahren Bürgermeister, wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?

Bernhard Ruf: Es ist eine wunderschöne und abwechslungsreiche Aufgabe, Bürgermeister einer Stadt wie Bad Hall zu sein. Den unmittelbaren Lebensraum vieler Menschen aktiv mitgestalten zu dürfen und in offener Diskussion die richtigen Entscheidungen für unsere Stadt zu suchen und zu treffen, ist ein großes Privileg. Neben den vielen großen und erhebenden Momenten (etwa von Eröffnungen oder großen Projekten) gab es viele bereichernde Gespräche, spannende Debatten und berührende Momente.

Tips:Bad Hall wird nicht wie ursprünglich geplant dem neuen großen Tourismusverband mit Steyr und den drei Tälern angehören. Was sind die Gründe dafür?

Bernhard Ruf: Leider haben die anderen Verbände die Gespräche mit uns abgebrochen, obwohl wir seit Jahren unsere Entschlossenheit zu einer großen gemeinsamen Lösung immer wieder, bis zum Schluss, bekundet haben. Wir hatten über Jahre überzeugt und mit großem Engagement für die gemeinsame Sache gearbeitet und es ist sehr schade, dass der unseres Erachtens begründete Wunsch, dass der größte und finanzstärkste Verband auch Sitz der Geschäftsführung wird, scheinbar nicht akzeptabel war.

Tips: Kulturell wird in der Stadt jede Menge geboten. Wie wichtig war die umfangreiche Sanierung des Stadttheaters?

Bernhard Ruf: Die Sanierung war nach einem Sturmschaden unumgänglich. Wir sind sehr froh, dass das Theater nach der hervorragenden Planung und Umsetzung der Renovierung von Publikum wie Künstlern tollen Zuspruch erlebt. Die Besucherzahlen zeigen, dass die Leute gerne ins Theater gehen und dass diese Kultureinrichtung unsere Stadt besonders belebt und sehr bereichert.Bad Hall gewinnt laufend Einwohner dazu.

Tips:Welche Herausforderungen bringt das für die Stadt?

Bernhard Ruf: Es gilt darauf zu achten, dass die Infrastruktur mitwächst. Wir sind sehr froh, dass wir durch die gemeinsame Baurechtsverwaltung mit den umliegenden Gemeinden den Bürgern kompetente Begleitung bei Bauprojekten bieten können. Auch die Leistungen unseres Wirtschaftshofes, der tolle Arbeit leistet, werden umfangreicher und herausfordernder.

Tips: Wie ist man in Sachen Kinderbetreuung aufgestellt?

Bernhard Ruf: Das Projekt Neubau Kindergarten und Hort läuft auf Hochtouren. Wir hoffen, das neue Kindergarten- bzw. Schuljahr in den neuen Räumlichkeiten starten zu können. Dadurch schaffen wir zeitgemäße Räume für zeitgemäße Betreuung unserer Kinder. Die Lage unserer Ausbildungseinrichtungen, unser „Campus“, begünstigt den Austausch und die gemeinsame Nutzung der umliegenden Infrastruktur.

Tips: Wie schaut es mit dem Wohnungsangebot bzw. Baugründen aus?

Bernhard Ruf: Obwohl in letzter Zeit größere Flächen in Wohngebiet umgewidmet wurden und wir auf ausgewogene Bebauung geachtet haben, sind Baugründe und Wohnungen in Bad Hall nach wie vor gefragt. Wir haben durch unser kompaktes Stadtgebiet, durch unsere Rundumversorgung, durch die Arbeitsplätze und durch die zentrale Lage zwischen Linz-Wels-Steyr und Alpenraum eine sehr hohe Attraktivität. Bad Hall bleibt ein gefragter, weil wertvoller und lebenswerter Lebensraum.


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