Sattelaufleger in Bad Ischl umgestürzt: Weißenbachtal war über Stunden für den Verkehr gesperrt
BAD ISCHL. Fünf Stunden lang war die FF Bad Ischl im Einsatz, als am Nachmittag des gestrigen Dienstag, 26. September, ein umgestürzter Sattelaufleger im Bereich des Weißenbachtals geborgen werden musste.

Unmittelbar nach einem technischen Einsatz auf der B145 in Roith wurden die Ischler Feuerwehren zu einem zweiten Einsatz gerufen: Ein Sattelaufleger, beladen mit Bruchmaterial, war aus bisher unbekannter Ursache in einer Linkskurve umgestürzt. Der Lenker wurde vom Roten Kreuz Bad Ischl ins Spital abtransportiert.
Einbauseilwinden reichten nicht aus
Beim Eintreffen des Fahrzeugs „Rüstlösch Bad Ischl“ war sofort erkennbar, dass die Einbauseilwinden des Rüstlöschfahrzeuges und des schweren Rüstfahrzeuges für diesen Einsatz nicht ausreichen werden. Deshalb wurde die Freiwillige Pfandl nachalarmiert. Mittels Ölbindemittel konnte gerade noch verhindert werden, dass ausgetretenes Hydrauliköl ins Erdreich rinnen konnte.
Schwieriges Aufstellen
Das Aufstellen des Fahrzeuges gestaltete sich als äußerst schwierig. Oft kam es in den vergangenen Jahren in dieser Kurve zu derartigen Unfällen. So konnte man bereits bei der Vorbereitung der Bergung auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Aber auch das Zusammenspiel der Einsatzkräfte der HFW Bad Ischl, der FF Pfandl und der FF Mitterweißenbach war hier besonders wichtig und funktionierte einwandfrei.
Totalsperre des Weißenbachtals
Die Seile der Seilwinden mussten mehrmals eingeschert werden. Jedoch gab es im Einsatzbereich keine Bäume, an welchen die Umlenkrollen positioniert werden konnten, deshalb wurden die Leitschienen dazu herangezogen. Jedoch mussten die Leitschienen mittels Hubzug gesichert werden.
Aufwändige Maßnahmen
Ein Aufstellen des gesamten Sattelauflegers war mit den drei Einbauseilwinden unmöglich. Deshalb hängte ein verständigter Mechaniker das Zugfahrzeug ab, wobei hier schon schwereres Gerät notwendig war. Ein verständigter Unternehmer sorgte in der Zwischenzeit für die Entladung des Anhängers mittels Minibagger.
Mittels viel Geschick der Führungskräfte konnte das Zugfahrzeug aufgestellt werden. Dieses wurde anschließend von einem LKW eines Unternehmers abgeschleppt.
Aufwändige Straßenreinigung
Die Bergung des Anhängers wurde von einem Kran, eines zum Abtransport des Bruchmaterials angeforderten Kran-LKW bzw. durch einen Bagger, durchgeführt. Im Anschluss wurde der Anhänger von einem Ersatz-Zugfahrzeug abtransportiert. Somit konnte mit der Fahrbahnreinigung begonnen werden. Insgesamt wurden mehr als 140 Kilogramm Ölbindemittel auf der Fahrbahn aufgebracht.


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