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BAD ISCHL/VÖCKLABRUCK/WELS. Ein Anruf wegen Tätlichkeiten in einem Wohnhaus in Bad Ischl, der Ende Juni bei der Polizei einging, löste umfangreiche Erhebungen aus. Nun sitzen zwei Männer wegen mutmaßlicher Drogendelikte in Haft.

Ende Juni wurden Polizeibeamte zu einem Wohnhaus in Bad Ischl gerufen, weil ein Mann versucht habe, in das Haus einzudringen und dabei auch den Hausbesitzer tätlich angegriffen habe. Es stellte sich heraus, dass der 24-jährige Eindringling, ein beschäftigungsloser Mann aus Weyregg, zum Haus gekommen war, um Geldschulden aus Suchtgiftgeschäften einzutreiben. Nachdem der Vater des säumigen „Kunden“ den 24-Jährigen des Grundstückes verwiesen hatte, soll ihn dieser tätlich angegriffen haben. Später soll er den ursprünglichen Abnehmer der Drogen mit zugesandten Drohbildern zur Rückzahlung der Geldschulden genötigt haben.

In 2 Jahren 1,2 Kilogramm Cannabiskraut verkauft

Bei einer Durchsuchung der Wohnräumlichkeiten des 24-Jährigen Mitte Juli wurden Beweismittel und Suchtmittelutensilien sichergestellt. Bei weiteren Erhebungen konnte dem 24-Jährigen die entgeltliche, gewinnbringende Weitergabe von Cannabiskraut an insgesamt elf Abnehmer aus Bad Aussee, Bad Ischl sowie dem Bezirk Vöcklabruck nachgewiesen werden. Der Mann gestand schließlich, innerhalb von zwei Jahren 1,2 Kilogramm Cannabiskraut verkauft zu haben. Als Motiv führte er aus, sich so seinen eigenen Suchtgiftkonsum finanziert und etwas Geld dazuverdient zu haben.

Der 24-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels am 29. August festgenommen und in die Justizanstalt Wels überstellt.

Die Drogen kamen über Polen

Im Zuge der Ermittlungen wurde ein zweiter Beschuldigter ausgeforscht. Er steht im Verdacht, sowohl den 24-Jährigen als auch einen weiteren Abnehmer aus dem Bezirk Vöcklabruck mit dem Cannabiskraut beliefert zu haben. Der 21-jährige polnische Staatsangehörige ohne Wohnsitz in Österreich soll zu den Suchtgiftübergaben aus Polen angereist sein. Der Mann konnte am 30. Oktober in Wien festgenommen werden. Er zeigte sich nicht geständig und verstrickte sich dabei fortwährend in Widersprüche. Er gestand lediglich die unentgeltliche Weitergabe von 600 Gramm Cannabiskraut an den 24-Jährigen ein. Er wurde nach Abschluss der Vernehmungen ebenfalls in die Justizanstalt Wels überstellt.

Dealer zu unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt

Der 24-Jährige wurde in der Zwischenzeit wegen der ihm vorgeworfenen Gewaltdelikte zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt und ist nach wie vor in Haft. Seine Abnehmer wurden den zuständigen Staatsanwaltschaften angezeigt. Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt und dabei Suchtmittel und Utensilien sichergestellt.


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