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BAD ISCHL. Mitte Juli hinterließ ein gewaltiger Sturm in der Kaiserstadt eine Schneise der Verwüstung. Naturschutzbund und Produktionsschule ersetzten in den letzten Wochen die vernichteten Nist- und Schlafplätze vieler Tiere.

Naturschutzbund-Mitglieder und Produktionsschüler mit den neuen Nistkästen Foto: Naturschutzbund
  1 / 2   Naturschutzbund-Mitglieder und Produktionsschüler mit den neuen Nistkästen Foto: Naturschutzbund

Von den Folgen des Juli-Sturms war der Bauerpark besonders stark betroffen. Riesige, alte Bäume, die wertvoller Lebensraum für mehr als 50 verschiedene Vogelarten und einige Fledermäuse waren, wurden entwurzelt. Viele Tiere verloren dadurch ihren Nist- und Schlafplatz. Die Naturschutzbund-Bezirksgruppe Bad Ischl nutzte nach den Aufräumarbeiten die Gelegenheit und setzte mit der Stadtgärtnerei Maßnahmen für die Neugestaltung des Parks. So wurden „Spechtbäume“ stehen gelassen, weil diese als wertvoller Lebensraum für verschiedene Insekten, als Futterplatz für Spechte und andere Insekten fressende Vögel dienen. In einigen ruhigeren Bereichen des Parks wurden Holzhaufen angelegt, die Unterschlupf für verschiedenste Tiere, wie Igel, Amphibien und Reptilien bieten. Auch Vogelschutzhecken mit einheimischen Beerensträuchern und Wildrosen wurden „nachgepflanzt“.

Naturnahes Schulprojekt im Ischler Bauerpark

Um die verloren gegangenen Nisthöhlen in den alten Bäumen zu ersetzen, erklärte sich die benachbarte Produktionsschule des Zentrums für individuelle Berufsvorbereitung (ZIB) bereit, verschiedene Nisthilfen zu bauen, sie im Park aufzuhängen und in Folge zu warten. Bei einem Workshop lernten die Jugendlichen Vieles über die Bedürfnisse und Lebensweisen von Vögeln, bastelten danach eigene Nistkästen und montierten diese im Park. Außerdem hatten sich die Schüler bereits zuvor an den Aufräumarbeiten beteiligt: Sie legten Holz- und Laubhaufen an, sammelten Material für „Insektenhotels“ und reinigten die Schotterwiese.

„Damit haben sie einen wertvollen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt, aber auch für einen attraktiven Erholungspark geleistet. Dafür gebührt ihnen Dank, genauso wie für die nette und überaus gute Bewirtung der Naturschutzbund-Mitglieder. Wir bitten die Besucher des Bauerparks, die Schotterwiese nicht zu betreten und auch nicht als Hundefreilauffläche zu benutzen, weil hier in den nächsten Tagen neu gesät wird“, appelliert Martha Gschwandtner vom Naturschutzbund.


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