Schüler bei Olympischen Winterspielen: „War ein Riesenerlebnis“
BAD LEONFELDEN/LICHTENBERG. Sechs Schüler und ein Lehrer der Tourismusschulen Bad Leonfelden waren bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Arbeitseinsatz. Sie durften Sportstars wie Marcel Hirscher, Manuel Feller oder David Gleirscher das Essen und Trinken servieren und konnten dabei auch mit ihnen plaudern.

Eisige Kälte, viele neue Freundschaften, nette Unterhaltungen mit sympathischen Sportlern, und Durchhaltevermögen – diese Erfahrungen nehmen die Schüler von ihrem Aufenthalt in Südkorea mit nach Hause. David Kastner aus Lichtenberg, Magdalena Gimpl aus Bad Leonfelden, Melissa Schwaighofer und Martin Werth aus Linz, Magdalena Mairleitner aus dem Bezirk Ried, Nicola Brenner aus Tschechien und ihr Lehrer Stefan Sigmund reisten Anfang Februar zu den Olympischen Winterspielen. Servieren, kassieren, hinter der Bar arbeiten und abwaschen zählten zu den Aufgaben der Tourismusschüler. Gemeinsam mit Schülern aus drei anderen österreichischen Tourismusschulen sorgten sie im Österreich Haus für einen reibungslosen Ablauf. „Am spannendsten zum Arbeiten war es am Abend beim Gala-Diner. Dort hat man die meisten Leute getroffen“, erzählt Kastner. „Mir hat es in der Lounge am besten gefallen. Dahin sind die Stars nach der Medaillenfeier gekommen und sind dort auch am längsten geblieben“, sagt Gimpl.
„Feller ist sehr lustig“
Am sympathischsten war den Schülern der Skifahrer Manuel Feller: „Der war sehr lustig und auch bodenständig. Die meisten Sportler haben wir als ganz normale Menschen wahrgenommen, gar nicht abgehoben.“ Auch mit David Gleirscher, Anna Gasser, Max Franz, Hannes Reichelt, Michael Matt und Marco Schwarz haben sich die Schüler gern unterhalten. Marcel Hirscher hatte sogar einen eigenen Termin in der Küche. Neben den österreichischen Wintersportlern besuchten auch gelegentlich Italiener, Norweger und Schweden das Österreich-Haus.
Nach getaner Arbeit konnten die Jugendlichen und ihr Lehrer Bewerbe, wie den Biathlon-Massenstart, das Team-Skispringen und Skeleton besuchen. „Bei den Skirennen war es unter Tags eher ruhig, viel los war hingegen bei der Medaillenentscheidung im Rodeln, beim Big Air und beim Snowboarden“, schildern die Schüler ihre Eindrücke.
Jubel und Siegesfeiern
„Der Aufenthalt war ein Riesenerlebnis. Die Anstrengungen werden durch Medaillenfeiern, den Jubel und Siegesfeiern mit DJs wieder aufgehoben“, sagt Sigmund. „Die Arbeit im Österreich-Haus war sehr familiär. Wir waren ein großes Team und alle haben zusammengeholfen. Dabei sind viele Freundschaften mit anderen Schülern entstanden“, sagt Gimpl. „Es war ein Arbeiten auf hohem Niveau, alle waren ja freiwillig dort und daher auch sehr engagiert.“ Ein besonderer Höhepunkt war auch der Oberösterreicher-Abend mit der OÖ-Delegation, bei dem alle auf die Bühne geholt wurden. „Das gab für den letzten Tag noch einmal einen richtigen Motivationsschub“, sagt Sigmund.


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