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BAD ZELL/ST. THOMAS. Einem besonderen, vielfach zu wenig beachteten, aber bei uns weitverbreiteten Kraut widmet sich der Naturpark Mühlviertel: Der Quendel, auch als wilder Thymian bekannt, steht im Fokus der Entwicklung neuer, einzigartiger Tourismusangebote.

Quendel blüht von Mai bis Oktober und ist nicht nur bei Insekten hochbeliebt. Foto: Barbara Derntl
Quendel blüht von Mai bis Oktober und ist nicht nur bei Insekten hochbeliebt. Foto: Barbara Derntl

Auf der Suche nach Alleinstellungsmerkmalen, also nach ungehobenen „Schätzen“, die es anderswo nicht gibt, ist man im Naturpark im vergangenen Herbst gegangen. Dabei ist die Wahl auf den Quendel als Leitpflanze gefallen. „Die würzig nach Zitrone durftenden rosa Polster an trockenen und sonnigen Stellen, oftmals am Wegesrand, sind vielfach bekannt aber auch unterschätzt“, sagt Naturpark-Geschäftsführerin Barbara Derntl.

Für Küche und Wellness-Anwendungen

Der bereits im Altertum als Kraftpflanze bekannte Quendel soll nun wieder vermehrt Einzug in die heimische Küche (Quendelöl, -essig, Kräuterbutter) halten. „Frischer Quendel schmeckt auch kleingeschnitten auf einem Butterbrot herrlich“, weiß Derntl. Auch in Wellnessanwendungen (Saunaaufgüsse, Fußmassagen ...) soll die Pflanze Verwendung finden. Der Landwirt und Gärtner Clemens Naderer aus St. Thomas am Blasenstein kultiviert das vielseitige Kräutlein heuer erstmals in größerem Stil.


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