Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Englhof-Heurigenschmankerl "to go": Bio-Betrieb kommt auch in Krisenzeiten Nahversorger-Rolle nach

Markus Hochgatterer, 21.03.2020 16:33

BAUMGARTENBERG. Im Laufe eines regulären Wochenend-Nachmittages füllt sich normalerweise ab 16 Uhr die Mostheurigenstube am Englhof im Ortsteil Deiming mit bis zu 60 Personen. Es wird gespeist, getrunken und über Gott und die Welt geplaudert. Heute aber ist es ebenso wie bereits am vergangenen Wochenende still.
 

Bio-Produkte sind weiterhin erhältlich. Foto: Privat
  1 / 3   Bio-Produkte sind weiterhin erhältlich. Foto: Privat

„Wir haben die Entwicklungen rund um das Auftreten des Corona-Virus natürlich genau mit verfolgt und uns am 13. März noch vor Inkrafttreten der Regierungsanweisung entschlossen unsere Heurigenstube zu schließen, bis sich die Situation wieder entspannt“, informiert Karl Tremesberger, der im vergangenen Jahr den Bio-Hof von seinen Eltern Karl und Angela übernommen hat. „Für uns als saisonaler Betrieb, ist die Lage natürlich angespannt. Wir sind Mitte Februar mit Sonntag als Öffnungstag in die Heurigensaison gestartet und hatten erst ein reguläres Wochenende Vollbetrieb – sprich Samstag und Sonntag geöffnet. Nichtsdestotrotz werden wir auch während der Zwangspause unserer Verpflichtung als Landwirtin und Landwirt - Lebensmittel zu produzieren – nachkommen und diese auch für die Bevölkerung verfügbar halten. Nun eben auf einem anderen Weg. Bereits am vergangenen Wochenende haben wir begonnen, gegen telefonische Vorbestellung unsere Heurigenschmankerl, Säfte und so weiter auch zum Abholen anzubieten. Und nicht zu vergessen - natürlich auch Hochprozentiges zum Desinfizieren“, lacht der Bio-Landwirt am Telefon.

Abholung, aber auch Zustellung möglich 

Für ältere Personen besteht auch die Möglichkeit zur Hauszustellung. Alle anderen Kunden können sich ihre Bestellungen kontaktlos im Lokal abholen. Das Geld wird in eine bereitgestellte Kassa gegeben. „Wir müssen aus der aktuellen Situation das Beste machen. Auf der einen Seite können unsere Kunden unsere Bio-Produkte weiterhin konsumieren, auf der anderen Seite können wir aus unserer Sicht natürlich auch den Wegfall der Einnahmen ein wenig abfedern“, erklärt der 31-Jährige, der wie viele weiteren bäuerlichen Direktvermarkter der Region, aktuell eine wichtige Rolle bei der Lebensmittel-Nahversorgung einnimmt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden