Tips-Zeitreise: KW 50 - 2011: Endgültiges Aus für Europaklinkum

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Barbara Danter, Leserartikel, 11.12.2016 09:58 Uhr

BRAUNAU/SIMBACH. Die Vision eines grenzüberschreitenden Europaklinikums scheiterte Ende 2011 endgültig: Früher als gedacht, stellt das Krankenhaus Braunau den Betrieb des Linksherzkatheters im benachbarten Simbach ein. Auch die dortige Notfallversorgung wurde im Zuge der Spitalsreform geschlossen.  

Bislang stand die Innere Medizin am Krankenhaus Simbach sowohl für Patienten aus Österreich als auch aus Deutschland offen. Die Abteilung wurde vom Krankenhaus Braunau betrieben. Seit 1. Dezember 2011 müssen deutsche Patienten nach Eggenfelden oder Pfarrkirchen ausweichen, denn Braunau musste die Abteilung zurückholen - auf Druck des Landes Oberösterreich, wie es in einer Aussendung hieß. „Wir wussten, dass der Moment kommt. Dass die Umsetzung der oberösterreichischen Spitalsreform aber schon dieses Jahr greift, hat uns sehr überrascht“, sagt Robert Riefenstahl, Geschäftsführer der Rottal-Inn-Kliniken. Für die Patienten sehe er aber keinerlei Engpässe: „In dringenden Notfällen können Personen aus Simbach auch weiterhin ins Braunauer Krankenhaus fahren.“ Das Simbacher Krankenhaus wird als Fachklinik für Psychosomatik weitergeführt.

Auch der Betrieb des Linksherzkatheters in Simbach wurde mit 30. November 2011 eingestellt. Herzpatienten werden seit Dezember im Krankenhaus Eggenfelden untersucht. Dass dort ein Herzkatheter-Labor entstehen soll, stand schon länger fest - mit einem so raschen Wechsel wurde aber auch hier nicht gerechnet.

Bitterer Endpunkt

Als bitteren Endpunkt der großen politischen Vision eines grenzüberschreitenden Europaklinikums, bezeichnet Simbachs Bürgermeister Günther Wöhl den Rückzug des Krankenhauses Braunau. Weichenstellungen im Landkreis Rottal-Inn und die oberösterreichische Spitalsreform hätten dies herbeigeführt. Für die Bevölkerung im Inntal beiderseits des Flusses sei damit eine Verschlechterung der wohnortnahen medizinischen Versorgung eingetreten.  

 

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