Beide Teilnehmer aus dem Bezirk verkauften sich bei World Skills teuer
TARSDORF/NEUKIRCHEN/BEZIRK BRAUNAU. Im russischen Kazan ging die Berufs-Weltmeisterschaft, die sogenannten World Skills, über die Bühne. Zwei der insgesamt 46 österreichischen Teilnehmer kamen aus dem Bezirk Braunau. CNC-Dreher Alexander Absmann aus Tarsdorf und Friseurin Seda Türkoglu aus Neukirchen konnten mit ihren Leistungen überzeugen und hatten in Russland eine mehr als spannende und intensive Zeit.

Es ist die Weltmeisterschaft der Berufe, die im russischen Kazan über die Bühne ging. Rund 1.400 Teilnehmer aus knapp 70 Ländern duellierten sich in 56 Bewerben. Mittendrin waren dabei auch zwei junge Teilnehmer aus dem Bezirk Braunau: Der 20-jährige CNC-Dreher Alexander Absmann aus Tarsdorf und die 21-jährige Friseurin Seda Türkoglu waren Teil des 46-köpfigen Team Austria.
„Es war eine großartige Erfahrung und Atmosphäre in Russland, alles ist dort sehr beeindruckend. Kazan ist eine saubere Stadt und die Leute sind sehr nett“, schildert Absmann seine Eindrücke aus Russland. Im Einzelbewerb konnte sich der CNC-Dreher, der für das W&H Dentalwerk Bürmoos tätig ist, den elften Platz erkämpfen. Außerdem wurde er für seine Leistung mit dem Leistungsdiplom „Medallion for Excellence“ ausgezeichnet, das an Teilnehmer vergeben wird, die zwar nicht in den Medaillenrängen gelandet sind, aber mindestens 700 von 800 möglichen Punkten erreicht haben.
Silber mit dem Team
Zusätzlich konnte der junge Tarsdorfer mit seinen Kollegen im Teambewerb die Silbermedaille gewinnen. Ein halbes Jahr lang intensives Training und Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften haben sich also gelohnt und der 20-Jährige konnte unter Beweis stellen, dass er zu den besten Zerspanungsmechanikern der Welt gehört. „Jeder sollte zufrieden sein, da man sich mit den Besten der Welt misst“, meint Absmann zu seiner Leistung.
Auch zweite Teilnehmerin mit guter Leistung
Auch die zweite Teilnehmerin aus dem Bezirk, Friseurin Seda Türkoglu, schlug sich in Russland wacker. Die 21-Jährige, die bei Klipp in Braunau tätig ist, landete in ihrem Bewerb am Ende unter 35 Teilnehmern auf dem 19. Platz. Mit insgesamt 695 Punkten verpasste sie die „Medallion for Excellence“ nur hauchdünn. „Mit dem Ergebnis und der Platzierung bin ich nicht wirklich glücklich, weil ich mir nach den langen Trainings und dem Verlauf des Wettbewerbs eine bessere Platzierung erhofft hatte. Mit mir und meiner Leistung bin ich aber voll und ganz zufrieden, ich habe mein Bestes gegeben, die anderen waren scheinbar nochmal ein wenig besser“, bilanzierte die Neukirchnerin.
Vier Tage lang hatte der eigentliche Wettbewerb gedauert, wo die Teilnehmer von frühmorgens bis spätabends gefordert waren und dabei jeder Handgriff von den kritischen Augen der Jury, die aus Vertretern aller Teilnehmerländer bestand, beobachtet wurde.
Tolle Stimmung vor Ort
Die beiden Teilnehmer aus dem Bezirk lobten vor allem auch die tolle Stimmung und Chemie beim Wettbewerb. „Es war ein unglaubliches Team und ich habe sehr viele neue Freundschaften geschlossen und das nicht nur innerhalb des Team Austria, sondern auch mit weiteren internationalen WM-Teilnehmern“, meint Absmann. Und Türkoglu ergänzt: „Der Team-Gedanke zwischen den Österreichern war toll, der ganze Ablauf mit Eröffnungs- und Schlussfeier sowie der Unterbringung in einem Village war fast wie bei Olympia.“
Generell hat Seda schon wieder neue Ziele im Blick. Im nächsten Jahr tritt sie bei der Europameisterschaft, den Euro Skills, in Graz an. „Hier rechne ich mir gute Chancen auf eine vordere Platzierung aus, auch weil ich dann den Heimvorteil habe und bei der Weltmeisterschaft viele Teilnehmer aus asiatischen Ländern die vorderen Plätze belegten.“ Außerdem will sie sich später unbedingt einmal den Traum vom eigenen Friseursalon verwirklichen.
Bei Alexander Absmann geht es zunächst noch darum, die Matura fertigzumachen, danach möchte er die Meisterprüfung anschließen. „Es ist natürlich toll, wenn man einen Staatsmeistertitel und eine World-Skills-Teilnahme im Lebenslauf vorweisen kann“, erklärt er mit einem Lächeln im Gesicht.
Team Austria sehr stark
Generell war Team Austria bei den Weltmeisterschaften mehr als erfolgreich. Am Ende standen sechs Gold-, fünf Silber- und eine Bronzemedaille zu Buche. Außerdem erreichten die jungen Österreicher 17 „Medallions for Excellence“ in den Einzel- und Teambewerben in Russland.


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