Braunauer Zeitgeschichte-Tage heuer unter dem Motto „geachtet – geächtet“
BRAUNAU. Die Braunauer Zeitgeschichte-Tage sind schon lange ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender der Stadt Braunau. Von 27. bis 29. September geht die diesjährige Ausgabe im Gugg-Kulturhaus unter dem Titel „geachtet – geächtet“ über die Bühne.

Zum 28. Mal veranstaltet der Verein für Zeitgeschichte Braunau unter der Leitung von Obmann Florian Kotanko die Braunauer Zeitgeschichte-Tage im Gugg-Kulturhaus. Von Freitag, 27. September bis Sonntag, 29. September stehen sie diesmal unter dem Motto „geachtet – geächtet“. Sie beschäftigen sich mit Kunst und Künstlern, ihren Höhenflügen und Abstürzen in der öffentlichen oder auch veröffentlichten Wahrnehmung.
Aktuelles und zugleich zeitloses Thema
„Wir wollten uns einem Thema widmen, das einerseits hochaktuell, andererseits in gewisser Weise zeitlos ist“, erklärt Obmann Kotanko. Durch die Präsentation von historischen Tatbeständen will der Verein bei der diesjährigen Ausgabe verstärkt zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Der Bogen der Beiträge von in- und ausländischen Fachleuten spannt sich von der prinzipiellen Frage, ob bei der Bewertung eines Kunstwerkes negativ konnotierte Einstellungen oder Handlungsweisen der Person, die es schuf, tendenziell oder gar prinzipiell zu ignorieren seien, über die Rolle von Kunstschaffenden in Diktaturen bis hin zu einem Überblick über Ausstellungen und Ausstellende 1943/44 in der Braunauer „Galerie in des Führers Geburtshaus“. Bereits am Donnerstag, 26. September, wird der NS-Propagandafilm „Kolberg“ gezeigt, kommentiert von Filmwissenschafterin Rosemarie Killius, die auf die Biografien von Hauptdarstellern und des Regisseurs eingeht. Fritz Curzon spricht außerdem über seine Eltern, die weltberühmte Sängerin Maria Cebotari und den Schauspieler Gustav Diessl, einen der Hauptdarsteller in „Kolberg“.
Egon Ranshofen-Wertheimer-Preis
Im Zuge der Braunauer Zeitgeschichte-Tage wird auch wieder der Egon Ranshofen-Wertheimer-Preis vergeben. In diesem Jahr geht er an Regina Watschinger, stellvertretend für ihren verstorbenen Onkel Herbert Watschinger, und der Sonderpreis an die Initiative Eine Welt Braunau, um damit jene lokale Gruppe zu würdigen, die seit 1978 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und Lateinamerika unterstützt. Der Eintritt zu den Zeitgeschichte-Tagen im Gugg-Kulturhaus ist frei. Mehr Infos gibt es unter www.zeitgeschichte-braunau.at


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