Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK BRAUNAU. Seit dem 14. April werden die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus stufenweise wieder gelockert.  Viele Unternehmer im Bezirk Braunau freuen sich vor allem auf die Rückkehr zur Normalität und wollen gestärkt aus der Krise hervorgehen.

  1 / 4   Vertriebsleiter Martin Würflingsdobler will bei der Firma Doppler in Braunau-Ranshofen Schutzmasken als dauerhaftes Vertriebssegment etablieren. Foto: Doppler

Am 14. April erfolgte der erste Schritt zum stufenweisen Hochfahren der Wirtschaft in Folge der Coronakrise. Mit der Plattform www.kaufein-daheim.at unterstützt Tips regionale Anbieter zusätzlich, die nun wieder ihren Betrieb öffnen können. Tips hat mit einigen aus dem Bezirk Braunau, bei denen das der Fall ist, gesprochen und diese zeigen sich zumindest schon wieder vorsichtig optimistisch was die Zukunft angeht.

„Es freut uns natürlich, dass wieder teilweise Normalität einkehrt und wir unsere Kunden wieder direkt vor Ort beraten dürfen, zumindest jene, die das schon wollen“, meint beispielsweise Silvia Feichtinger von Spiel Sport Zweirad Hatzmann in Altheim. Umstellungen wird es natürlich auch geben, so will man den persönlichen Lieferservice weiter ausbauen und auch eine verstärkte Präsenz in den sozialen Medien zeigen. Außerdem werden bei Hatzmann auch Beratungstermine außerhalb der Öffnungszeiten angeboten. „Dieses Angebot richtet sich nicht nur an die Risikogruppe, um mit möglichst wenig Personen in Kontakt zu kommen, es gilt für jeden, der gerne in Ruhe und ungestört die fachliche Beratung in Anspruch nehmen möchte.“

Umdenken hat stattgefunden

Feichtinger habe auch ein Umdenken auf der Kundenseite wahrgenommen, dass regionale Angebot werde wieder besser genutzt und auch wertgeschätzt, auch der Zuspruch und dir Solidarität der Kunden in den vergangenen Wochen seien eine große Motivation.

Auch wenn aufgrund der Schließung in den letzten vier Wochen ein massiver Umsatzausfall zu verzeichnen war, schaut Feichtinger auch positiv in die Zukunft: „Es sind neue Kooperationen und Vernetzungen entstanden. Wir waren gezwungen neue Wege zu beschreiten und werden einiges davon beibehalten. Natürlich war diese Zeit auch schwer und von einer gewissen Existenzangst begleitet. Das wollen wir aber hinter uns lassen und wenn das Umdenken aller ein nachhaltiges war, können wir langfristig gestärkt aus dieser Situation hervorgehen.“

Auch das Elektroland in Mattighofen öffnete seine Tore wieder, wenn auch in verkleinerter Form: Weil der Handelsbetrieb mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche hat, musste eine Zwischenlösung gefunden werden. Und so wurde im Lager kurzerhand eine kleinere Verkaufsfläche eingerichtet, quasi ein „Mini-Elektroland“, wie Geschäftsführer Friedrich Werdecker erklärt. Das Unternehmen habe in den letzten Wochen zum Glück rasch reagiert und durch den Betrieb eines Online-Shops viel abfedern können, erklärt Werdecker: „Dieser ist sehr gut angenommen worden und wir konnten dadurch 40 Prozent vom Normalbetrieb erreichen. Jetzt wird es kontinuierlich immer mehr.“ Kunden mussten aber dennoch nicht auf die persönliche Beratung verzichten, denn viele Mitarbeiter führten im Home Office telefonische Beratungen durch, erklärt Werdecker: „So konnten wir nicht nur viele Mitarbeiter vor Kurzarbeit bewahren, sondern haben auch unseren gewohnten Service aufrecht erhalten können.“

Krise als Chance

„Eine Krise muss man immer auch als Chance sehen“, betont Werdecker. Er jedenfalls habe die Pause genutzt, um das Geschäft umzugestalten, beauftragt wurden dafür Handwerksbetriebe aus der Region. Werdecker geht davon aus, dass auch bei immer mehr Kunden nun ein Umdenken einsetzt, hin zu mehr Regionalität – auch das ist eine Chance für heimische Betriebe. Seine Online-Plattform als zweiten Vertriebsweg will der Unternehmer auch nach der Krise weiterführen und blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Zum Glück ist das Elektroland ein gesundes Unternehmen, dass das aushält. Ich bin davon überzeugt, wir gehen aus der Krise stärker raus, als wir reingegangen sind.“

Auch die Firma Doppler konnte ihren Werksverkauf in Ranshofen wieder starten. Vorgeschriebene Schutzvorkkehrungen, wie maximale Personenanzahl, Mindestabstand und verpflichtende Masken wurden natürlich getroffen. „In vielen Fällen durften wir in den letzten Wochen spüren, wie sehr alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen und sich für unser Unternehmen engagieren“, freut sich Vertriebsleiter Martin Würflingsdobler. Auch das Kurzarbeit-Modell helfe dem Unternehmen sehr. Außerdem wurde das gesamte Betriebsgelände in drei Bereiche unterteilt, zwischen denen kein persönlicher Austausch stattfinden darf.

Neues Vertriebssegment durch Herstellung von Masken

Aktuell nutzt Doppler auch die eigenen Ressourcen, und stellt wiederverwendbare, waschbare Mund-Nasen-Masken her. Außerdem näht das Unternehmen OP-Mäntel für das Krankenhaus Braunau. „Wir hoffen, dass sich durch die Masken ein weiteres, dauerhaftes Vertriebssegment für uns ergibt“, erklärt Würflingsdobler.

Infos zu Angeboten der Unternehmen in der Region unter:

www.kaufein-daheim.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden