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Gefahrenquelle: In den Herbstmonaten häufen sich Wildunfälle

Alexander Kobler, 11.10.2020 08:01

BEZIRK BRAUNAU. Jetzt im Herbst wo die Tage wieder kürzer werden fallen die Hauptverkehrszeiten häufig mit dem Wildwechsel zusammen. Für Autofahrer ist besondere Vorsicht geboten. Im vergangenen Jahr gab es bezirksweit 1.700 gemeldete Wildunfälle. Besonders waldnahe Straßenabschnitte sind betroffen.

Im Herbst müssen Autofahrer vor allem auf bewaldeten Streckenabschnitten auf die Gefahr durch querende Wildtiere vorbereitet sein. Foto: Bezirkjägerschaft Braunau

„Achtung Wildwechsel“, lautet die Devise für Autofahrer speziell in den aktuellen Herbstmonaten. Hier fallen die Hauptverkehrszeiten nämlich mit den Wildwechselzeiten zusammen. Wie das Bezirkspolizeikommando mitteilt, werden im Schnitt monatlich etwa 140 Wildunfälle gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte allerdings deutlich höher liegen. Im gesamten Jahr 2019 lag die Zahl der Wildunfälle im Bezirk bei 1.700, für das Jahr 2020 wurden bisher rund 1.350 Wildunfälle gemeldet. Es ist also davon auszugehen, dass heuer vermutlich wieder der Vorjahreswert erreicht wird. „Stärker betroffen sind Straßen mit unmittelbar angrenzenden bewaldeten Gebieten wie etwa in Saiga Hans, Maria Schmolln, Schalchen, Munderfing oder Franking“, erklärt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Andreas Huber auf Tips-Anfrage. Huber empfiehlt zur Prävention vor Wildunfällen vor allem erhöhte Aufmerksamkeit bei Fahrten während der Dämmerung oder in der Nacht, entsprechend angepasste Geschwindigkeit und eine möglichst gute Ausleuchtung, um das Wild frühestmöglich zu erkennen. Wie aus den Zahlen von Franz Reinthaler von der Bezirksjägerschaft Braunau hervorgeht, kommt es alleine an der Umfahrung St. Peter jährlich zu gut 30 Unfällen mit Rehwild, die für die Tiere meist tödlich enden.

29 Wildwarnstrecken im Bezirk

Im Bezirk gibt es insgesamt 29 Strecken in 19 Gemeinden mit einer Länge von 62,8 km, die mit speziellen Wildwarngeräten ausgestattet sind. Bei einem Wildunfall können extreme Kräfte wirken, so beträgt etwa das Aufprallgewicht eines 80 Kilo schweren Rehs auf ein 50 km/h schnelles Auto rund 800 Kilo. Der Landesjagdverband hält unangepasste Geschwindigkeit für die häufigste Ursache von Wildunfällen.


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