Braunauer Tips-Mitarbeiterin spricht über ihre eigene Corona-Erkrankung
BRAUNAU/ALTHEIM. Seit rund zwei Jahren arbeitet die Altheimerin Elfriede „Elfi“ Zweimüller im Verkaufsinnendienst der Tips in Braunau. Die letzten Wochen hatte sie selbst mit einer Corona-Infektion zu kämpfen. Nach ihrer Genesung spricht sie darüber, wie ihre eigene Erkrankung ihren Umgang mit der Corona-Pandemie teilweise auch verändert hat.

Vor ein paar Wochen hat sich die Braunauer Tips-Mitarbeiterin Elfriede „Elfi“ Zweimüller, die in Altheim lebt und im Verkaufsinnendienst tätig ist, im privaten Umfeld selbst mit dem Corona-Virus infiziert. Nachdem sie sich mittlerweile wieder von der Krankheit erholt hat, hat sich ihre Meinung zum Thema Corona aber durch ihre eigene Erfahrung teilweise verändert. „Meine Erfahrung mit Corona war, dass es nicht immer nur so harmlos abläuft wie man es so oft hört, ich selbst hatte zwar keinen besonders schweren Verlauf, aber drei Wochen hat es gedauert, bis ich mich wieder von dem Virus erholt habe“, erklärt Zweimüller.
Anfangs nur normale Grippe-Symptome
Los ging es bei ihr zunächst mit normalen Grippesymptomen wie Husten, Fieber, starken Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit. „Nach vier Tagen kamen dann erst der Geschmacks- und Geruchsverlust und starke Übelkeit hinzu“, beschreibt die Altheimerin. Die Mitarbeiter von der Bezirkshauptmannschaft seien zwar sehr freundlich und bemüht gewesen, allerdings seien die Auskünfte von Seite der Behörden etwas verwirrend gewesen, was beispielsweise den Beginn und die Auflösung der Quarantäne betrifft.
Langes Warten auf das Testergebnis
„Ich weiß, dass die Angestellten der Behörden derzeit Unvorstellbares leisten, aber vielleicht könnte man die Zeit von der Testung bis zu Ergebnis etwas verkürzen, indem man zusätzliches Personal einstellt, da es teilweise vier Tage oder länger dauert, bis man tatsächlich ein Testergebnis hat“, gibt die Altheimerin zu bedenken. Auch wenn sie die Krankheit Corona und die damit verbundenen Maßnahmen auch vorher schon ernst genommen hat, so hat ihre eigene Erkrankung ihre Sichtweise doch nochmals verändert: „Mir war vor meiner Erkrankung schon bewusst, dass es sich um ein ernstzunehmendes Virus handelt, wenn man aber selber davon betroffen ist und ein lieber Mensch im persönlichen Umfeld diese Infektion nicht überlebt, dann denkt man bestimmt noch einmal anders darüber“, berichtet Zweimüller.
Bei Impfung zunächst noch etwas skeptisch
Was eine mögliche Impfung in der Zukunft betrifft, ist sie derzeit dennoch noch etwas zurückhaltend: „Da ich nicht zu einer Risikogruppe gehöre, würde ich mich anfangs nicht impfen lassen, vielleicht wenn der Impfstoff erprobt ist, könnte man darüber nachdenken.“ Als Unterschied zu einer normalen Grippe macht sie vor allem den Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns fest. An alle Corona-Gegner hat Zweimüller auch noch eine klare Botschaft: „Auch wenn man selber nicht an diese Krankheit und ihre Auswirkungen glaubt, sollte man sich zum Schutz der älteren und gefährdeten Menschen trotzdem an die Maßnahmen halten.“


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