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Zusammenschluss: Innviertler Ordensspitäler werden zur „Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH“

Theresa Senzenberger, 08.12.2020 12:13

BRAUNAU/RIED. Die beiden Krankenhäuser St. Josef Braunau und Barmherzige Schwestern Ried werden durch die TAU.GRUPPE der Franziskanerinnen von Vöcklabruck und die Vinzenz Gruppe in eine gemeinsame Gesellschaft eingebracht. Unter dem Namen „Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH“ sollen sie gemeinsam wesentlich zur Stärkung des Gesundheitsstandortes Innviertel beitragen.

Johann Minihuber, Geschäftsführer des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Ried (v. l.), Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe, Schwester Angelika Garstenauer, Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, Johann Stroblmair, Geschäftsführer der TAU.GRUPPE.VÖCKLABRUCK Holding der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, Schwester Cordula Kreinecker, Generaloberin der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul, und Erwin Windischbauer, Geschäftsführer der TAU Gruppe und des Krankenhauses St. Josef in Braunau, waren bei der Kooperations-Unterzeichnung der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH anwesend. Foto: Simlinger

Die Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH soll die Muttergesellschaft für beide Krankenhäuser sein und wird in den nächsten Monaten gegründet. „Mit der Gründung leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der medizinischen Qualität in der wohnortnahen Patientenversorgung des Innviertels“, erklärt Michael Heinisch, der Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe. Er wird gemeinsam mit Johann Stroblmair, dem Geschäftsführer der TAU.GRUPPE, der Eigentümer der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH sein.

Die TAU.GRUPPE und die Vinzenz Gruppe werden jeweils zur Hälfte beteiligt sein. Rechtsträger sind weiterhin die derzeitigen Betriebsgesellschaften. Die beiden Spitäler bleiben auch künftig selbständig.

Fachkräfte gewinnen

Ein großes Ziel des Zusammenschlusses sei es, genügend Fachkräfte für die Krankenhäuser zu gewinnen, sagt Stroblmair. Zudem werden Kooperationen und medizinische Spezialisierungen immer wichtiger. Daher sind auch Kooperationen mit anderen Kränkhäusern in Oberösterreich geplant und es sollen strategische Partnerschaften mit der OÖ-Gesundheitsholding und anderen Ordensspitälern weiterentwickelt werden.

„Kooperation ist ein entscheidender Erfolgsfaktor und wird gerade angesichts der vielen Herausforderungen im Gesundheitswesen immer wichtiger“, betont Erwin Windischbauer, der Geschäftsführer der TAU.GRUPPE und des Krankenhauses St. Josef in Braunau. Der Zusammenschluss soll dazu genutzt werden, den Patienten mehr Qualität und Service zu bieten sowie die Versorgungssicherheit auszubauen.

Spezialisierungen bleiben an Standorten

In Zukunft wird die Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH über mehr als 800 Betten verfügen und über 2.700 Mitarbeitende beschäftigen. Viele der medizinischen Angebote spielen auch landesweit eine bedeutende Rolle, so wird dort jede fünfte akute Herzerkrankung Oberösterreichs behandelt. 

Die beiden Innviertler Ordensspitäler blicken auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Der Auftrag der Orden und die damit verbundene christliche Prägung sollen nach wie vor Basis der Krankenhäuser sein. Auch Spezialisierungen werden beibehalten. So bleibt die Psychiatrie am Standort Braunau, die Neurologie am Standort Ried.

Zusammenarbeit bei Corona-Patienten

Schon jetzt arbeiten beide Spitäler eng zusammen, auch in Hinblick auf die Versorgung von Corona-Patienten. So werden etwa Patienten auf die Intensivstation des jeweils anderen Krankenhauses verlegt, wenn Intensivbetten knapp werden.


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