Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BRAUNAU. Für die Klienten und Mitarbeiter der Lebenshilfe stellt der Corona-Alltag eine große Herausforderung dar. „Wir stoßen derzeit an unsere Grenzen“, sagt Marc Wimmer, der Wohnhausleiter der Lebenshilfe Braunau.

  1 / 2   Die Lebenshilfe Braunau ist sehr aktiv und veranstaltete etwa anlässlich ihrer 50-Jahrfeier den Weltrekord „Largest drumming session“. Foto: Zelenka

Seit 1970 unterstützt die Lebenshilfe Braunau Menschen mit Beeinträchtigung. Es gibt in Braunau drei betreute Wohneinrichtungen, Werkstätten und einen heilpädagogischen Kindergarten. Dort herrscht gerade ein Ausnahmezustand: „Der Betrieb ist sehr eingeschränkt, denn die meisten Klienten gehören einer Risikogruppe an. In die Wohnhäuser darf pro Tag nur ein Angehöriger. Außerdem wird Fieber gemessen und es gibt Mund-Nasenschutz-Pflicht“, erklärt Christoph Zelenka, der Obmann der Arbeitsgruppe der Lebenshilfe Braunau.

„Was Schutzmaßnahmen betrifft, sind wir gut aufgestellt. Die Situation ist für uns alle aber sehr aufreibend und wir hoffen, dass sich die Umstände bald verbessern“, berichtet Wimmer. „Beim ersten Lockdown war es bereits schwierig, jetzt wird es aber immer schmerzlicher.“

Erhöhter Betreuungsaufwand

Da viele Klienten zu Hause wohnen habe sich der Betreuungsaufwand für viele Familien enorm erhöht, so Zelenka: „Hier gibt es das gleiche Problem wie in den Schulen.“ Für die Betreuer steige die Belastung ebenfalls massiv. Auch die ganzen Veränderungen sind für viele schwierig. „Die meisten der Klienten brauchen Beständigkeit und einen geregelten Tagesablauf. Außerdem verstehen sie teilweise die Situation und die Notwendigkeit der Maßnahmen nicht“, so Zelenka.

Einfallsreichtum gefordert

Während die Unternehmungen in der Lebenshilfe sonst sehr zahlreich sind, ist jetzt vieles nicht mehr möglich. „Wir sind inzwischen schon sehr einfallsreich geworden, was Aktivitäten betrifft. So machen wir ein Kino für zu Hause und machen es uns mit Popcorn gemütlich. Aber auch diesen Dingen sind Grenzen gesetzt und man kann soziale Kontakte nicht ersetzen“, so der Wohnhausleiter.

Um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten, ist eine Weihnachtsfeier zu Hause für viele nicht möglich. In den Wohneinrichtungen wird die Weihnachtszeit aber aktiv genutzt, um die Bewohner auf andere Gedanken zu bringen. „Wir möchten, dass Weihnachten so normal wie möglich abläuft und versuchen, weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen. Wir dekorieren, backen Kekse und haben auch schon ein Lagerfeuer und Glühwein gemacht. Das hilft ein bisschen, um uns abzulenken“, sagt Wimmer.

Lebenshilfe unterstützen

Wer auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist: Der Shop der Lebenshilfe hat wieder von Montag bis Freitag von 7.30 bis 16.15 geöffnet. Dort gibt es vielfältigste selbstgemachte Produkte, angefangen von Vogelhäuschen, Teppichen bis hin zu Christbaumschmuck.

Unterstützen kann man die Lebenshilfe außerdem mit Spenden oder mit Freiwilligenarbeit, indem man beispielsweise mit den Menschen der Lebenshilfe die Freizeit verbringt, sagt Zelenka: „Es ist wichtig, dass sich auch beeinträchtigte Menschen präsentieren können. So können sie zeigen, dass sie tolle Fähigkeiten haben, die herzeigbar sind. Das geht viel besser, wenn man mit ihnen spricht und in Kontakt ist.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Seit 20 Jahren hilft die Delogierungsprävention Innviertel bei drohender Wohungslosigkeit

Seit 20 Jahren hilft die Delogierungsprävention Innviertel bei drohender Wohungslosigkeit

INNVIERTEL. Steigende Wohn- und Energiekosten bringen immer mehr Menschen in finanzielle Bedrängnis. Seit 20 Jahren hilft die Caritas in Zusammenarbeit ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Aktion „Känguru“ im Kindergarten Schneegattern

Aktion „Känguru“ im Kindergarten Schneegattern

LENGAU. Spielerisch lernten die Kinder des Kindergartens Schneegattern, wie wichtig das richtige Anschnallen im Auto ist. Bei der Aktion „Känguru“ ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Höhnharterin veröffentlicht ihre liebsten Backrezepte in neuem Buch

Höhnharterin veröffentlicht ihre liebsten Backrezepte in neuem Buch

HÖHNHART. Influencerin Sabina Frauscher aus Höhnhart – auf Instagram bekannt als @pwrsabina – begeistert regelmäßig 470.000 Follower ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Zwei neue Spitzenfunktionärinnen der Landjugend stammen aus dem Bezirk Braunau

Zwei neue Spitzenfunktionärinnen der Landjugend stammen aus dem Bezirk Braunau

BEZIRK BRAUNAU. Sieben Monate Ausbildung, 184 Einheiten und ein umfangreiches Praxisprojekt: Anna-Marie Grubmüller von der Landjugend Pischelsdorf ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Neues Feuerwehrhaus für Wagenham

Neues Feuerwehrhaus für Wagenham

PISCHELSDORF. Die Gemeinde hat drei Ortsfeuerwehren: die FF Pischelsdorf, FF Wagenham und die FF Hart. Seit Juli 2025 entsteht in Wagenham ein ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Regionalmarkt Handenberg belebt seit sechs Jahren das Ortszentrum

Regionalmarkt Handenberg belebt seit sechs Jahren das Ortszentrum

HANDENBERG. Was vor rund sechs Jahren als Antwort auf die fehlende Nahversorgung entstand, hat sich mittlerweile fest im Ortsleben etabliert: ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Weitere Beiträge