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BEZIRK BRAUNAU. Bei vielen Gastronomen im Bezirk Braunau herrscht große Freude über die geplanten Öffnungsschritte am Mittwoch, 19. Mai. Dennoch gibt es noch einige Unklarheiten, wie der Bezirkswirtesprecher Herbert Karer berichtet.

  1 / 2   Reinhard Katz (v. l.) und Jochen Reumüller vom Restaurant Tafelspitz setzten zusätzlich weiterhin auf Take-Away und Lieferservice. (Foto: Tafelspitz)

„Wir sind sehr froh, dass wir aufsperren dürfen. Es muss endlich weitergehen. Auch die Mitarbeiter sind sehr froh darüber, denn sie sind schon lange in Kurzarbeit. Viele mussten sich bereits andere Teilzeitjobs suchen“, sagt Karer. „Die Beschränkungen sind nicht ideal, aber das nehmen wir in Kauf – und hoffen, dass die nächsten Öffnungsschritte für Veranstaltungen besser werden.“

Eine Schwierigkeit der neuen Regelungen sei beispielsweise, dass in Innenräumen nur vier Leute pro Tisch sitzen dürfen. Feiern sind somit kaum möglich. Er wünscht sich, dass spätestens Anfang Juli Hochzeiten und andere größere Veranstaltungen erlaubt sein werden.

Geschärftes Sicherheitskonzept

Dass die Gastronomen Treiber des Infektionsgeschehens seien, glaubt Karer nach wie vor nicht. „Es sollte aber klar sein, dass es in der Gastronomie natürlich coronakonform ablaufen muss.“

Ein Sicherheitskonzept für die Öffnung ist bereits vorhanden. „Schon im Herbst gab es ein Konzept, das in den meisten Betrieben umgesetzt wurde. Die Mitarbeiter werden getestet, Desinfektionsmittel stehen beim Eingang sowie bei den Toiletten und es gibt eine Gästeregistrierung. Dieses Konzept muss jetzt nur noch etwas geschärft werden“, so der Wirtesprecher.

Viele Fragen offen

Problematisch sei jetzt allerdings, dass der endgültige Gesetzestext für die Öffnung noch nicht veröffentlicht wurde. (Stand Redaktionsschluss am 10. Mai, 10 Uhr) „Die Feinheiten sind nach wie vor noch nicht 100-prozentig niedergeschrieben. So ist zum Beispiel der Abstand im Gastgarten noch nicht geregelt. Auch wurde noch nicht definiert, ob man beim Eingang Maske tragen muss.“ Hier müsse noch manches geklärt werden. „Eine weitere Frage ist: Was passiert, wenn es zu regnen anfängt, wenn der Gastgarten voll ist?“

Genaue Vorgaben brauche es auch bei der Kontrolle der Tests. „Es muss klar definiert sein, welche Belege Geimpfte oder Genesene vorlegen müssen. Dazu braucht es vor allem um die Mittagszeit einen extra Mitarbeiter, der am Eingang steht und kontrolliert. Bei den Reservierungen tauchen ebenfalls immer wieder einige Fragen auf.“

Zwar laufen angesichts der geplanten Öffnung bereits Reservierungen an, berichtet Karer. Allerdings seien diese noch etwas verhalten. „Die Leute sind hier noch etwas vorsichtig. Es kommen aber jeden Tag neue Reservierungen rein.“

Etwas Positives daraus machen

Jochen Reumüller vom Restaurant Tafelspitz in Braunau steht der Öffnung ebenfalls noch etwas skeptisch gegenüber. „Sicher ist die Euphorie der Gäste recht groß endlich wieder ins Gasthaus zu gehen. Aber ob die Testbereitschaft nach Pfingsten dann auch weiter anhält, ist fraglich.“

Er setzt daher nach wie vor zusätzlich auf Take-Away und Lieferservice. „Außerdem haben wir jetzt im Wonnemonat Mai unsere Picknickbox mit Picknickdecke, welche nur 24 Stunden davor bestellt werden muss, auch eine Möglichkeit, die wunderschöne Landschaft rund um Braunau kennenzulernen. Mein Leitsatz seit Anbeginn der Pandemie: ‚Aus jeder Negativsituation eine Positive machen‘.


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