Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. PANTALEON. Am Dienstag, 15. Juni, luden das Frauenreferat des Landes Oberösterreich und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander zum 20 Jahr-Jubiläum des Girls' Day ins Audimax in Hagenberg ein. Bei dieser Gelegenheit wurden auch Preise vergeben, da in diesem Jahr ein Wettbewerb durchgeführt wurde. Preisträgerin aus dem Bezirk Braunau ist Simone Schamberger vom Kindergarten Riedersbach.

von links: Landeshauptmann-Stellvertreterin und Frauen-Landesrätin Christine Haberlander zeichnete Simone Schamberger vom Kindergarten Riedersbach in St. Pantaleon für ihr Video zum Girls' Day aus. (Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger)

Der Girls' Day wurde in diesem Jahr in digitaler Form mit verschiedenen Modulen zur Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft und Technik angeboten. Dabei wurde auch ein Wettbewerb durchgeführt, für den Beiträge eingereicht werden konnten. Am Dienstag, 15. Juni, wurden die Preisträger bei der Jubiläumsfeier in Hagenberg bekanntgegeben. Gewinnerin aus dem Bezirk Braunau ist Simone Schamberger vom Kindergarten Riedersbach. Ihr Video zum Girls' Day Mini belegte den zweiten Platz. Dabei werden Einblicke gewährt, wie das Experimenttieren und Forschen im Kindergarten umgesetzt wurde. Die Kinder staunten etwa über eine Regenwolke im Glas und gingen der Frage auf den Grund, warum nachts alle Katzen grau sind. Laut Jury sei das Video wirklich gelungen, da es die Begeisterung und Neugier der Kinder wunderbar eingefangen habe.

Technische Berufe kennenlernen

Der Girls' Day wird seit mittlerweile 20 Jahren durchgeführt und kann etwa 29.000 Teilnehmerinnen verzeichnen. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit von Mädchen auf ihnen unbekannte Berufe beziehungsweise Studienrichtungen zu lenken, aber auch gängige Vorurteile abzubauen und eine Berufswahl jenseits von Klischees zu erleichtern. Genauso sollen Eltern, Schulen und Betriebe auf das Potential von Mädchen aufmerksam werden und Unternehmen die Möglichkeit bekommen, interessierte und motivierte Mädchen für sich zu gewinnen. Bisher haben sich ungefähr 5.100 oberösterreichische Betriebe am Girls' Day beteiligt. „Es ist ein Gewinn für beide Seiten. Die Betriebe sind vermehrt auf der Suche nach weiblichen Fachkräften und können beim Aktionstag ihr Unternehmen präsentieren. Auf der anderen Seite lernen Mädchen verschiedenste Berufsfelder besser kennen und können ihre Erfahrungen in die Berufs- oder Ausbildungsentscheidung einfließen lassen. Schülerinnen verbringen diesen Tag in einem handwerklichen, technischen oder naturwissenschaftlichen Betrieb. Dabei können sie ihre Fähigkeiten erforschen, Berufe kennenlernen und wichtige Kontakte knüpfen“, führte Landeshauptmann-Stellvertreterin und Frauen-Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP) bei der Jubiläumsfeier aus.

Mehr Mädchen in einigen technischen Lehrberufen

Unter den Gästen waren langjährige Partnerinnen des Girls' Day wie Vertreter oberösterreichischer Unternehmer, pädagogisches Personal und Kooperationspartner (z.B. AMS OÖ, WKOÖ, IVOÖ, AKOÖ). Sie nahmen via Livestream an der Veranstaltung teil. Auf dem Programm standen unter anderem die Preisverleihung und ein Motivationsvortrag von Ali Mahlodji, EU-Jugendbotschafter und Gründer von whatchado. Martina Gaisch von der Fachhochschule (FH) Oberösterreich stellte dar, welche Vorteile ein Beruf in der Technik beziehungsweise im Bereich der Naturwissenschaften haben kann. „Mit dem Girls´ Day wurde vor 20 Jahren ein wichtiger Grundstein dafür gelegt, dass Mädchen an Vorbildern lernen und die Chancen in technischen Berufsfeldern erkennen. Der Aktionstag ist mittlerweile stark gewachsen und bereits die Jüngsten können technische Luft in den Betrieben schnuppern. Diese Verbindung zu den Unternehmen hilft vielen Mädchen gerade bei der Berufswahl, Potentiale zu erkennen und neue Berufswege zu entdecken“, schilderte Margit Angerlehner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) als Vertreterin der Kooperationspartner.

In den letzten Jahren ist bereits ein steigender Mädchenanteil in einigen technischen Lehrberufen zu merken. 2002 übten in der Lehrberufsgruppe Maschinen/Fahrzeuge/Metall nur 100 Mädchen in Oberösterreich einen Lehrberuf aus, 2020 waren es schon 547. Im Bereich Chemie/Kunststoff stieg die Zahl der weiblichen Lehrlinge von 55 auf 172.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Seit 20 Jahren hilft die Delogierungsprävention Innviertel bei drohender Wohungslosigkeit

Seit 20 Jahren hilft die Delogierungsprävention Innviertel bei drohender Wohungslosigkeit

INNVIERTEL. Steigende Wohn- und Energiekosten bringen immer mehr Menschen in finanzielle Bedrängnis. Seit 20 Jahren hilft die Caritas in Zusammenarbeit ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Aktion „Känguru“ im Kindergarten Schneegattern

Aktion „Känguru“ im Kindergarten Schneegattern

LENGAU. Spielerisch lernten die Kinder des Kindergartens Schneegattern, wie wichtig das richtige Anschnallen im Auto ist. Bei der Aktion „Känguru“ ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Höhnharterin veröffentlicht ihre liebsten Backrezepte in neuem Buch

Höhnharterin veröffentlicht ihre liebsten Backrezepte in neuem Buch

HÖHNHART. Influencerin Sabina Frauscher aus Höhnhart – auf Instagram bekannt als @pwrsabina – begeistert regelmäßig 470.000 Follower ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Zwei neue Spitzenfunktionärinnen der Landjugend stammen aus dem Bezirk Braunau

Zwei neue Spitzenfunktionärinnen der Landjugend stammen aus dem Bezirk Braunau

BEZIRK BRAUNAU. Sieben Monate Ausbildung, 184 Einheiten und ein umfangreiches Praxisprojekt: Anna-Marie Grubmüller von der Landjugend Pischelsdorf ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Neues Feuerwehrhaus für Wagenham

Neues Feuerwehrhaus für Wagenham

PISCHELSDORF. Die Gemeinde hat drei Ortsfeuerwehren: die FF Pischelsdorf, FF Wagenham und die FF Hart. Seit Juli 2025 entsteht in Wagenham ein ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Regionalmarkt Handenberg belebt seit sechs Jahren das Ortszentrum

Regionalmarkt Handenberg belebt seit sechs Jahren das Ortszentrum

HANDENBERG. Was vor rund sechs Jahren als Antwort auf die fehlende Nahversorgung entstand, hat sich mittlerweile fest im Ortsleben etabliert: ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Weitere Beiträge