Die Corona-Pandemie fördert bei vielen psychische Probleme
BEZIRK BRAUNAU. Das Land OÖ und die oberösterreichischen Spitäler haben eine gemeinsame, trägerübergreifende Informationsoffensive gestartet, um zu informieren und aufzuklären, wann Krankenhausbesuche notwendig sind. Den Auftakt bilden die psychischen Erkrankungen, die als Begleiterscheinung der Corona-Pandemie zuletzt noch zugenommen haben.

Die Corona-Pandemie hat bei zahlreichen Menschen Angst, Unsicherheit und ein Gefühl der Hilflosigkeit verursacht. Daher hat auch die Anzahl der psychischen Erkrankungen zuletzt weiter zugenommen. Neben Kindern und Jugendlichen sind dabei laut Studien besonders Erwachsene unter 35 Jahren, Frauen, Singles und Menschen ohne Job von psychischen Belastungen betroffen. „Dies stellt sich häufig als sozialer Rückzug, Resignation und Niedergeschlagenheit dar“, erklärt Primar Gert Bürger, Leiter der Klinik für Psychische Gesundheit am Krankenhaus Braunau.
Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen
Besteht eines der Alarmzeichen über einen längeren Zeitraum hinweg, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Viele Menschen, die bereits vor der Pandemie mit psychischen Problemen zu kämpfen hatten, haben nun vermehrt Probleme, ihren Alltag zu bewältigen. Bei ihnen haben sich die depressiven Symptome weiter verstärkt. Gerade in dieser Zeit brauchen Betroffene dann Unterstützung. „Hilfreich ist es, die Situation offen anzusprechen. Das wird von den Betroffenen als sehr entlastend empfunden. Schon das Gefühl, mit der Situation nicht alleine zu sein, kann sehr unterstützend sein. Dementsprechend sind Kontaktangebote, wie zum Beispiel vereinbarte Telefonate, wichtig“, betont Bürger. Neben der Annahme beziehungsweise dem Suchen von professioneller Hilfe sei für ihn auch das Pflegen von vorhandenen Beziehungen sehr wichtig, weil diese für psychische Stabilität sorgen würden.
Telefonische Beratung
Neben den Hausärzten steht Menschen mit psychischen Problemen als erste Anlaufstelle auch die telefonische Gesundheitsberatung unter 1450 rund um die Uhr zur Verfügung. Auch die Krisenhilfe OÖ ist unter 0732/2177 rund um die Uhr erreichbar. Viele psychosoziale Beratungsstellen bieten auch Online- und Telefonberatungen an.


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