Vorbereitung bei Hochwasser, Stürmen, Blackout und Co.
BEZIRK BRAUNAU. Die letzten Wochen zeigten im Bezirk Braunau deutlich, dass Hochwasser und Stürme sehr heftig und immer häufiger aufzutreten scheinen. Wie man sich auf Katastrophenereignisse vorbereiten kann, weiß Mario Grabner, der Zivilschutz-Bezirksleiter von Braunau.

Während es schwierig ist, Objekte, Felder oder Wälder vor Umwelteinflüssen zu schützen, so gibt es doch ein paar Dinge, die einem das Leben bei Katastrophenereignissen erleichtern können.
Vorbereitung bei Unwettern
„Im Falle von Hochwasser oder Hagel kann es hilfreich sein, wenn man Sandsäcke zu Hause hat und diese vorab immer wieder kontrolliert. Man kann auch Holzbretter oder Abdeckplanen vorbereiten, für den Fall, dass es zu einer Beschädigung am Dach kommt. Diese kann man später dann Einsatzkräften geben“, erklärt der Zivilschutz-Experte.
Sobald klar ist, dass ein starkes Unwetter aufzieht, sei es ratsam, Gegenstände wegzuräumen oder so zu befestigen, dass sie nicht verweht werden können. „Zudem sollte man Autos in die Garage stellen und so abstellen, dass sie auch vor Hochwasser geschützt sind.“
Gefahren bei Blackout
Durch Katastrophenereignisse kann es auch zu einem Blackout kommen. Dabei handelt es sich um einen großflächigen Stromausfall, der über einen längeren Zeitraum anhält und mehrere Bundesländer oder Länder betrifft. Die Gefahren, die ein Blackout haben könnte, werden von manchen unterschätzt. „So wird dadurch beispielsweise das Einkaufen schwierig, da Kassen ohne Strom nicht funktionieren. Auch das Tanken ist kaum mehr möglich, da die Einsatzkräfte bevorzugt werden.“
Zudem kommt es zu einem Ausfall der Wasserversorgung sowie der Heizungs- oder Klimaanlagen. „Daher sind die Betreiber der Stromnetze und Kraftwerke ständig im Kontakt, um bei einem Ausfall gleich eingreifen zu können“, so Grabner.
„Man sollte sich für den Fall eines Blackouts vergewissern, ob man funktionierende Taschenlampen hat. Zudem sollte man einen Vorrat an Speisen und Wasser für mindestens eine Woche zuhause haben. Das Essen sollte man nicht warm machen müssen“, empfiehlt der Experte. Wichtige Unterlagen sollten außerdem immer griffbereit sein. Diese könnte man zum Beispiel auf einen USB-Stick abspeichern und diesen am Arbeitsplatz aufheben.
Sirenensignale beachten
In Österreich gibt es mehrere Sirenensignale, die man kennen sollte. Eine Sirenenprobe dauert zum Beispiel 15 Sekunden, während der Alarm für einen Feuerwehreinsatz drei mal 15 Sekunden beträgt. „Wichtig zu wissen ist, dass ein drei Minuten gleichbleibender Dauerton herannahende Gefahr bedeutet. In diesem Fall sollte ein Radio, Fernseher oder das Internet eingeschaltet werden und Verhaltensmaßnahmen beachtet werden“, betont Grabner.
„Ein auf- und abschwellender Heulton, der eine Minute lang dauert, bedeutet Gefahr. Hier sollten zusätzlich zur Informationsbeschaffung durch Radio, Fernsehen oder Internet sofort schützende Bereiche beziehungsweise Räumlichkeiten aufgesucht und durchgegebene Verhaltensmaßnahmen befolgt werden.“
Zivilschutz-SMS
Es gibt auch im Bezirk Braunau die Möglichkeit, sich per Zivilschutz-SMS über drohende Gefahren benachrichtigen zu lassen. „In den Gemeinden ist es möglich, sich kostenlos registrieren zu lassen. Die Gemeinde hat dann die Möglichkeit, die Information per SMS auszusenden. Das wird etwa bei starken Unwettern, Hitzeperioden oder heftigem Schneefall gemacht.“
Weitere Infos gibt es auf der Internetseite des Zivilschutzverbandes unter www.zivilschutz-ooe.at. In den Gemeinden liegen außerdem Infobroschüren auf.


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